Wohlen schlägt Fi-Gö
21.12.2021 SportAuch das zweite Freiämter Eishockey-Derby der Saison geht an den HC Wohlen Freiamt. Die «Huskys» schlagen den HC Fischbach-Göslikon mit 3:0. Unter Umständen war das Derby gleichzeitig das letzte Spiel der Saison. Diese wird wegen der Covid-Pandemie bis zum 27. Januar ...
Auch das zweite Freiämter Eishockey-Derby der Saison geht an den HC Wohlen Freiamt. Die «Huskys» schlagen den HC Fischbach-Göslikon mit 3:0. Unter Umständen war das Derby gleichzeitig das letzte Spiel der Saison. Diese wird wegen der Covid-Pandemie bis zum 27. Januar unterbrochen und allenfalls ganz abgesagt. Selbst bei einer Fortsetzung bliebe den Teams nur noch ein Spiel. --jl
Wohlen siegt, Fi-Gö verzweifelt
Eishockey, 3. Liga: HC Fischbach-Göslikon – HC Wohlen Freiamt 0:3 (0:2, 0:1, 0:0)
Die Fi-Gö-Indianer beissen sich an den Wohlern die Zähne aus. Ein früher Rückstand und mangelnde Effizienz ebnen den Weg für den zweiten Derbysieg der «Huskys» in dieser Saison.
Josip Lasic
«Vor zwei Jahren hätte ich nach so einem Spiel gesagt, dass wir auf einem guten Weg sind, aber noch nicht dort, wo wir hinwollen», sagt Fi-Gö-Spielertrainer Joel Nietlisbach verärgert. «Mittlerweile frage ich mich, wieso wir noch nicht dort sind, wo wir hinwollen.»
Start verpennt und zu wenig effizient
Der Frust des 37-Jährigen ist nachvollziehbar. Zwei Spiele hat sein Team in der aktuellen Saison gewonnen. Gegen die Topmannschaften Argovia Stars und Herrischried. «Du schlägst die beiden Teams auf den vordersten Rängen und belegst den zweitletzten Platz.» Warum das bei Fi-Gö der Fall ist, konnte man im Derby gut sehen. Viele der 93 Zuschauer auf der Eisbahn Wohlen hatten zu Spielbeginn ein Déjà-vu. Dauerte es im ersten Derby der Saison nur 18 Sekunden, bis Wohlen in Führung ging, benötigten die «Huskys» diesmal immerhin 27 Sekunden. Danach lief das Spiel aus Fi-Gö-Sicht nach dem Motto «Start verpennt und zu wenig effizient». Obwohl im Anschluss auch die Wohler mit Toren geizen, gelingt es Fi-Gö nicht, noch einmal Spannung ins Spiel zu bringen. Michael Frei bringt Wohlen noch im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Bei diesem Spielstand kommt Nietlisbach zu einer aussichtsreichen Chance. Er scheitert im Eins-gegen-eins aber an Wohlen-Keeper Fabian Klaas. Der Anschlusstreffer hätte nochmals Feuer ins Spiel gebracht. Stattdessen erzielt Andreas Meyer im 2. Drittel das 3:0.
Das Spiel plätschert anschliessend vor sich hin. Kurz vor Schluss hat Michael Neff nochmals eine Chance für Fi-Gö. Auch er bleibt im Eins-gegeneins-Duell mit Wohlen-Keeper Klaas zweiter Sieger. Fi-Gö gelingt nicht einmal der Ehrentreffer.
Spuren von Resignation
Dass Fi-Gö mehr kann, als das Ergebnis aussagt, haben sie in diesem Spiel und in der bisherigen Saison gezeigt. «Gegen Binningen spielen wir auf ein Tor und verlieren trotzdem mit 2:5», sagt Nietlisbach. «Es fehlen einfach die letzten zehn Prozent, um die Tore zu erzwingen.»
Ideen, wie er diese aus dem Team herauskitzeln kann? «Gegen Herrischried kam mir die Idee, die Abwehr in die Offensive zu stellen und umgekehrt. Da ging der Plan auf. Gegen Wohlen haben wir es jetzt wieder so probiert und es hat nicht geklappt. Ich muss kreativ werden. Langsam weiss ich nicht mehr, was ich tun soll.»
«Hauptsache, drei Punkte»
Wirklich zufrieden ist man auch auf Wohler Seite nicht. «Gegen Fi-Gö zu spielen, ist immer extrem schwierig», sagt Spielertrainer Patrick Siegwart. «Wir wissen, dass sie konditionell sehr stark sind. Deshalb wollten wir alles spielerisch lösen. Am Ende wollten wir vielleicht zu viel.»
Siegwart ist sich bewusst, dass sein Team nicht brilliert hat. Auch weil sie grossen Respekt vor dem Schiedsrichter hatten. «Er ist bekannt dafür, dass er sehr schnell zu Strafen greift. Das hat die Jungs zusätzlich gehemmt.» Sein Fazit: «Hauptsache, drei Punkte.» Die Wohler verbringen durch den Sieg die Festtage auf dem 2. Tabellenplatz.
Meisterschaft so gut wie zu Ende
Saison-Unterbruch in tieferen Ligen wegen Covid
Eigentlich wäre die Meisterschaft für den HC Wohlen Freiamt und den HC Fischbach-Göslikon am 8. Januar weitergegangen. Nachdem der Bundesrat die neuen Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie kommuniziert hatte, hat sich der schweizerische Eishockeyverband Swiss Ice Hockey mit den zuständigen Behörden in Verbindung gesetzt und anschliessend über das weitere Vorgehen entschieden.
Diverse Meisterschaften sind bis und mit dem 27. Januar 2022 unterbrochen. Dazu gehört auch die 3. Liga mit den beiden Freiämter Teams. Die geplanten Runden, die bis zum 27. Januar 2022 gespielt werden sollten, sind abgesagt und werden nicht nachgeholt. Das Klassement wird nach Punkten pro Spiel berechnet.
Maximal ein Spieltag bleibt den Freiämtern
Somit sind für Wohlen und Fi-Gö mit Ausnahme des letzten Spieltags alle weiteren Partien gestrichen. In diesem Fall könnten sich die Wohler noch für die Play-offs qualifizieren, falls sie nach dem verbliebenen Spieltag den 2. Platz halten können, und hätten damit noch ein paar zusätzliche Partien zu bestreiten. Sollte der Bundesrat die Massnahmen allerdings bis nach dem 10. Februar 2022 verlängern oder sogar verschärfen, werden die unterbrochenen Meisterschaften definitiv abgesagt. Damit wäre die Saison für die beiden Freiämter zu Ende.
Die Teams der betreffenden Ligen dürfen weiterhin trainieren, sofern es die kantonalen Richtlinien und die Eisbahnbetreiber gestatten. --jl



