Aargauer Maturandinnen und Maturanden überdurchschnittlich erfolgreich
Der erste von drei geplanten Berichten zu Studienverläufen und -erfolgsquoten im Aargau liegt vor. Die Aargauer Maturandinnen und Maturanden weisen über alle drei Hochschultypen ...
Aargauer Maturandinnen und Maturanden überdurchschnittlich erfolgreich
Der erste von drei geplanten Berichten zu Studienverläufen und -erfolgsquoten im Aargau liegt vor. Die Aargauer Maturandinnen und Maturanden weisen über alle drei Hochschultypen (Universitäre Hochschule, Fachhochschule sowie Pädagogische Hochschule) eine höhere Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlusses auf.
Seit 2014 stellt das Bundesamt für Statistik (BFS) harmonisierte und strukturierte Daten zu individuellen Bildungsverläufen im Hochschulbereich zur Verfügung. Das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) hat die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) in Aarau mit der Analyse dieser Daten beauftragt. Man fokussiert auf den Einfluss einzelner Merkmale auf den Übertritt und den Verlauf eines Hochschulstudiums, insbesondere auf den erfolgreichen Abschluss.
Der nun veröffentlichte erste Bericht «Analyse von Studienverläufen und -erfolgsquoten im Kanton Aargau mit BFS-Daten» verweist auf eine hohe Qualität der gymnasialen Ausbildung im Kanton Aargau. So zeigt der Bericht, dass im fraglichen Zeitraum knapp die Hälfte der Aargauer Maturandinnen und Maturanden noch im gleichen Jahr und gut zwei Fünftel nach einem Jahr an eine Hochschule übergetreten sind. Fünf Jahre nach Maturitätsabschluss beträgt die Übertrittsquote sogar 98 Prozent.
Überdurchschnittliche Studienerfolgsquote
Im Vergleich zu den Maturandinnen und Maturanden der übrigen Schweiz treten jene aus dem Kanton Aargau demnach häufiger an eine Hochschule über, wobei sich insbesondere beim nahtlosen Übertritt grosse Unterschiede zeigen.
Während über 79 Prozent der Aargauer Maturandinnen und Maturanden, die ein Studium an einer Universität in Angriff nehmen, sechs Jahre nach dem Studieneintritt einen Bachelor an ebendieser Schule erreichen, sind es im schweizerischen Durchschnitt knapp 75 Prozent. Rechnet man Fachhochschulen und die Pädagogische Hochschule dazu, schaffen dies 85 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer – gesamtschweizerisch sind es nur 81 Prozent.
Um vertiefte Einblicke zu erhalten, wurden die Daten des BFS zusätzlich mit kantonalen Daten wie beispielsweise der Maturanote einzelner Jahrgänge verknüpft. Der Befund, dass gute Maturandinnen und Maturanden auch erfolgreiche Studierende sind, überrascht dabei nicht.
Ziel der mehrjährigen Datenauswertung ist, Erkenntnisse für das Qualitätsmanagement sowie die Schulentwicklung der Aargauer Gymnasien zu gewinnen. Beispielsweise können die Ergebnisse in die von den Schulen begleiteten Studienwahlprozesse der Schülerinnen und Schüler einfliessen. Ebenso sollen bildungspolitische Entscheide vermehrt datengestützt getroffen werden können. Bereits heute fliessen die gewonnenen Erkenntnisse in das kantonale Bildungsmonitoring und in die Qualitätssicherung der Gymnasien ein. In den nächsten beiden Jahren sollen die Analysen weiter verfeinert und präzisiert werden. --pd
Der Forschungsbericht «Analyse von Studienverläufen und -erfolgsquoten im Kanton Aargau mit BFS-Daten» kann unter www.ag.ch/bks-publikationen heruntergeladen werden.