Zum Wohle der Bevölkerung
07.01.2020 MerenschwandPatrick Fischer ist Kopf des Monats Dezember
Der Feuerteufel wütete in Merenschwand im Jahr 2019 mehrmals. Bereits im August hielt eine Brandserie die Feuerwehr auf Trab. Und auch im Dezember gab es mehrere Ereignisse. Die Ungewissheit dauerte mehr als eine Woche und die Feuerwehr ...
Patrick Fischer ist Kopf des Monats Dezember
Der Feuerteufel wütete in Merenschwand im Jahr 2019 mehrmals. Bereits im August hielt eine Brandserie die Feuerwehr auf Trab. Und auch im Dezember gab es mehrere Ereignisse. Die Ungewissheit dauerte mehr als eine Woche und die Feuerwehr Merenschwand stand quasi im Dauereinsatz. Dabei war sie einer sehr hohen Belastung ausgesetzt. Zum Glück war die Feuerwehr bei den meisten Bränden rasch vor Ort und dank ihrer professionellen Arbeit konnte Schlimmeres verhindert werden.
Die Angehörigen der Feuerwehr haben gute Arbeit geleistet. Mittendrin auch der Merenschwander Feuerwehrkommandant Patrick Fischer. Er ist erst seit einem Jahr Kommandant, doch er bewies, dass er der Herausforderung gewachsen war. Er bewahre grundsätzlich stets einen kühlen Kopf. Er sei ein Macher und ein Kerl, der anpacken könne. Patrick Fischer ist ein stolzer Merenschwander Bürger. Er wollte vor allem schnell an den Einsatzorten sein und dem Brandstifter am liebsten
einen Schritt voraus sein. Ihm war gerade das Wohl der Bevölkerung sehr wichtig. Seine Einsatztaktik war offensiv und äusserst erfolgreich. Für seinen grossen Einsatz verdient er die Auszeichnung Kopf des Monats Dezember allemal. --sab
Leistet mehr als gefordert
Der Merenschwander Feuerwehrkommandant Patrick Fischer ist Kopf des Monats Dezember
Im vergangenen Jahr war die Belastung für die Feuerwehr gross. Zwei Brandserien ereigneten sich. Besonders intensiv war diejenige vom Dezember. Einer, der seine Mannschaft durch diese herausfordernde Zeit brachte, war Feuerwehrkommandant Patrick Fischer. Dafür kürte die Redaktion ihn zum Kopf des Monats.
Annemarie Keusch, Sabrina Salm
Anfang Dezember brannte es in Merenschwand mehrmals. Dem Feuer zum Opfer fiel unter anderem das älteste Haus des Dorfes, der Spittel. Menschen verloren ihr Hab und Gut. Auch ein alter Stall und eine Sitzbank gingen in Flammen auf.
Es gab zum Glück keine Todesopfer, doch der Sachschaden und die seelischen Blessuren sind gross. Dank dem schnellen Einsatz der Feuerwehr Merenschwand konnte das Schlimmste verhindert werden. Auf viel Schlaf, Familien- und Arbeitszeit verzichtet, um der Bevölkerung zu helfen, hat zu dieser Zeit Patrick Fischer. Als Feuerwehrkommandant stand er unter dauerndem Druck und er musste einen kühlen Kopf bewahren. Was ihm auch gelang.
Überlegt und gerissen
«Ihn bringt nichts so schnell aus der Ruhe», sagt Nadia Fischer, Vizekommandantin und Ehefrau von Patrick Fischer. Es sei erstaunlich, wie schnell er präzise Entscheidungen treffen könne, sie zeitgleich auch hinterfrage und wenn nötig Anpassungen vornehme. «Ich erlebte Patrick als Kommandant gefasst, bodenständig, ruhig, sicher und überlegt.» Nadia Fischer staunte, wie viele Gedanken er gleichzeitig sortieren konnte. Seine Einsatztaktik sei offensiv und äusserst erfolgreich gewesen. «Ich darf im Namen der ganzen Feuerwehr sagen, dass wir stolz sind, einen solchen Kommandanten zu haben.» Er sei ein Kerl, der anpacke. Und dann trotzdem überlegt und gerissen ist. «Eben die ideale Mischung, um ein Kommandant zu sein.»
Auch privat blieb ihr Mann ruhig. «Klar, ich spürte deutlich, dass er angespannt war. Nach aussen hin war dies jedoch nicht ersichtlich.» Er wollte vor allem schnell an den Einsatzorten sein und dem Brandstifter am liebsten einen Schritt voraus sein. Nebenbei nahm er sich jede freie Minute Zeit für seine Tochter. Auch sie sollte nicht zu kurz kommen. Morgens und abends war er im Stall bei seinen Tieren.
Sehr professionell
Die Feuerwehr bedeutet Patrick Fischer sehr viel. Er investiere unglaublich viel Zeit in sein Hobby und schaue immer zum Rechten. Merenschwand ist sein Heimatdorf und er ist hier stark verwurzelt. Er identifiziere sich mit seinem Dorf und daher mache er seine Aufgabe auch pflichtbewusst. Er ist seit dem 1. Januar 2019 Kommandant der Feuerwehr Merenschwand. «Die Feuerwehr ist in unserem Dorf eine wichtige Institution, sie geniesst hohes Ansehen», sagt Gemeindeammann Hannes Küng. «Mit der sehr professionellen Bewältigung der Ereignisse dieses Jahres hat sie dieses, aus meiner Sicht, noch steigern können.» Während den Brandfällen erlebte er Patrick Fischer als äusserlich ruhig, besonnen und sehr fokussiert auf seine Aufgabe. «Harte Schale, weniger harter Kern», so erlebt Hannes Küng den Kommandanten als Mensch.
Hautnah miterlebt, wie Patrick Fischer und die Feuerwehrleute bei einem Einsatz funktionieren, hat Werni Arnold. Sein Haus ist niedergebrannt. «Der Anblick, wenn dein ganzes Hab und Gut abbrennt, ist sehr traurig. Aber es war auch sehr schön zu sehen, wie schnell wir Hilfe von der Feuerwehr, dem FC Merenschwand, der Gemeinde und der ganzen Bevölkerung bekamen», erzählt Arnold. «Ich war von der grossen Solidarität überwältigt.» Patrick Fischer und die gesamte Feuerwehr hätten sie den ganzen Tag und auch die folgenden Tage sehr gut unterstützt. «Sie haben eine sehr gute Arbeit geleistet und zeigten auch sehr viel Mitgefühl.» Werni Arnold kennt Patrick Fischer auch aus der gemeinsamen Zeit, als sie zusammen in der Guggenmusik «Rüüsstalschränzer» waren. «Man hat es immer sehr lustig mit ihm, wenn man ihn an einem Fest antrifft. Er ist immer sehr aufgestellt und hat immer ein Lächeln im Gesicht.» Arnold findet es sehr wichtig, dass ein Dorf eine freiwillige Feuerwehr hat. «Es ist beeindruckend, was für eine professionelle Arbeit sie geleistet haben.»
Stets zur Stelle
Für Patrick Fischer und alle anderen Angehörigen der Feuerwehr war es eine herausfordernde Zeit. «Du weisst nie, wann du wieder aus dem Schlaf gerissen wirst. Du machst dir Gedanken, hast Sorgen, dass Menschenleben in Gefahr sind», erzählt Nadia Fischer von der Zeit. Sie hätten sogar zwei Nächte im Magazin verbracht, um Zeit zu gewinnen und möglichst schnell am Einsatzort zu sein. Damit haben sie der Bevölkerung Sicherheit vermittelt. Sie haben mehr geleistet, als gefordert ist. Eines bleibt sicher: Wenn der Alarm losgeht, sind Patrick Fischer und seine Mannschaft stets zur Stelle und geben alles.
Dafür gebührt ihnen Dank. Stellvertretend für die gesamte Feuerwehrorganisation ist Patrick Fischer der verdiente Träger der Auszeichnung «Kopf des Monats».
Stefan Staubli, Muri
Januar: Alte, nicht mehr gebrauchte Brillen sammelte das Muri Energie Forum bei garstigen Bedingungen. In Drittweltländern kommen sie wieder zum Einsatz, anstatt im Abfall zu landen. An der Spitze des Forums steht Stefan Staubli. Sein Engagement für die Umwelt ist riesig.
Philipp Hübscher, Berikon
Februar: Mitte Februar schoss Philipp Hübschers «Sandkastenfreund» Marcel Brumann seine erste Meisterschaft mit einem Luftgewehr. Er ist seit vier Jahren halbseitig gelähmt. Ohne den riesigen Einsatz von Philipp Hübscher wäre dies nie möglich gewesen.
Myriam Rufer, Bremgarten
März: Mit der diesjährigen Aufführung von «Paganini» hat der Operettenverein Bremgarten ein gewisses Risiko auf sich genommen. Myriam Staubli-Rufer führt den Verein als Präsidentin umsichtig sowie erfolgreich und hat sich damit grosse Wertschätzung erarbeitet.
Randy Vock, Muri
April: An der Europameisterschaft in Bukarest holte der Freiämter Ringer Bronze. Die letzte Medaille im Freistil-Ringen für die Schweiz gewann Fritz Stöckli im Jahr 1946. Für den in Muri wohnhaften Niederwiler Randy Vock war dies der grösste Erfolg seiner Karriere.
Julian Huber, Aarau /Hägglingen
Mai: Mit gerade mal 26 Jahren übernahm Julian Huber die Hägglinger Hutfabrik Risa. Durch sein Engagement wurde die Risa wieder zu dem, was sie früher einmal war: eine florierende Hutmanufaktur. Und diese durfte im letzten Jahr sogar ihren 100. Geburtstag feiern.
Lis Keller, Zufikon
Juni: Zum 15-Jahr-Jubiläum von «alli mitenand» haben 44 Migranten ein Buch mit ihren Lebensgeschichten auf Deutsch geschrieben. Lis Keller agierte dabei als Seele und treibende Kraft dieses Projektes. «Die Sprache ist das Wichtigste», erklärt sie ihre Motivation für das Buch.
Rolf Grolimund, Francis Dind
Juli: Eigentlich war es eine Bieridee. Im Juli luden die beiden Kumpels Francis Dind und Rolf Grolimund zur ersten Freiämter Bierwanderung. Der Anlass war mit 500 Teilnehmern schnell ausverkauft. Und nach der Premiere war allen klar: Es gibt im 2020 eine Wiederholung.
Andreas Döbeli, Sarmenstorf
August: Was für ein starker Monat für Andreas Döbeli. Sieg am Nordwestschweizerischen Schwingfest in Wittnau, ein Glanzauftritt am «Eidgenössischen» in Zug und ein grandioser Empfang in Sarmenstorf. Der Neu-Eidgenosse Andreas Döbeli überragte alle im August.
Ruth Salzmann, Wohlen
September: Zum 5. Mal luden die Schulen aus Wohlen, Villmergen und Niederwil zu Berufe Wohlen+ ein. 346 Schüler erhielten an 86 Orten Einblicke in die Berufswelt. Dass es diesen Anlass gibt, ist Ruth Salzmann zu verdanken. Sie ist Initiantin erster Stunde und geht heute noch voran.
Jonas Arnet, Wohlen
Oktober: Gleich dreifach machte der junge Wohler im Oktober auf sich aufmerksam. Als musikalischer Leiter des Theaters Bünzen, als Komponist eines neuen Chorliedes und als Kopf des Vereins für Kultur Wohlen, der engagiert für mehr Räume für die Kultur kämpft.
Sarah Chaksad, Basel/ Wohlen
November: Sarah Chaksad stellte mit ihrem Orchester die neue CD «Tabriz» vor. Die Wohlerin, die in Basel wohnt, machte halt im heimischen Sternensaal. Auch dieses Konzert war wie in Basel oder Berlin restlos ausverkauft. Sarah Chaksad ist in der Jazzszene eine echte Grösse.
Zwölf Köpfe des Monats
Wer hat etwas Aussergewöhnliches geleistet? Wer ist durch seinen Einsatz, der über das «normale» Mass hinausgeht, aufgefallen? Zum 13. Mal wählte die Redaktion von «Bremgarter Bezirks-Anzeiger», «Wohler Anzeiger» und neu auch «Der Freiämter» jeden Monat einen «Kopf des Monats». Die Persönlichkeiten, die so jeden Monat auf den Schild gehoben wurden, sind so vielfältig wie die Region und das Leben an sich. Und sie haben sich nach teils heftigen und ausgiebigen Diskussionen innerhalb des Redaktionsteams gegen oft rund ein Dutzend Nominierte durchgesetzt.













