Auf und davon – rund um die Welt
21.01.2020 BünzenAbwechslungsreiches Jahreskonzert der Musikgesellschaft Bünzen
Die Erwartungen wurden erfüllt. Ein unterhaltsames und buntes Konzertprogramm rund um die Welt präsentierte die Musikgesellschaft Bünzen unter der Leitung von Flavio Killer. Dass sie nicht ...
Abwechslungsreiches Jahreskonzert der Musikgesellschaft Bünzen
Die Erwartungen wurden erfüllt. Ein unterhaltsames und buntes Konzertprogramm rund um die Welt präsentierte die Musikgesellschaft Bünzen unter der Leitung von Flavio Killer. Dass sie nicht nur ihr Instrument beherrschten, sondern auch gesanglich trumpfen konnten, gab dem Ganzen den letzten Schliff.
Monica Rast
Als dynamische Brassband präsentiert sich die Musikgesellschaft Bünzen im oberen Feld der dritten Stärkeklasse. Neben traditionellen Blasmusikkompositionen wie Marsch und Polka werden auch immer wieder aktuelle Titel aus der Unterhaltungsmusik gespielt. Dadurch entstehen abwechslungsreiche Konzertprogramme, die auf eine immer grösser werdende Fangemeinde treffen. Auch das Jahreskonzert versprach mit dem Titel «uf und devo», angelehnt an die SRF-Fernsehreihe, ein buntes Programm rund um die Welt.
Die Eröffnung des Abends gehörte, wie bei vielen anderen Musikgesellschaften, dem Nachwuchs. Unter der engagierten Leitung von Markus Steimen spielten die jungen Musikerinnen und Musiker der Junior Brass Bünzen unter anderem ein Stück von ABBA und den Florentiner-Marsch. Bei der Musikgesellschaft ist der Eintritt in die Band bereits als Oberstufenschüler möglich und so fand das Publikum einige der jungen Musiker erneut auf der Bühne zwischen den gestandenen Musikern spielend. Frisch dazugestossen ist Simea Keusch mit ihrem Es-Horn. «Wir haben in Bünzen ein Riesenglück, solch tollen Nachwuchs zu haben», meinte stolz Präsident Lukas Müller zum Nachwuchs und bedankte sich für die gute Arbeit von Steimen.
Auf und davon waren die Musikerinnen und Musiker der Band nach der obligaten Ansage des Präsidenten, der ein wenig ratlos auf der Bühne ohne seine Kameraden stand. Doch mit den ersten Schlägen des Schlagzeuges kamen auch die Hauptakteure des Abends samt Instrumenten und Koffern in die gut besetzte Mehrzweckhalle.
Hin und Her auf der ganzen Weltkarte
Mit im Gepäck hatten sie den «Bergenhus March» von Helge Aafloy. Von Norwegen ging es mit Adrian Stern nach «Amerika», wobei Silvio Flory das Publikum nicht mit seinem Solo-Eufonium begeisterte, sondern mit seinem gesanglichen Talent. Ein Besuch in New Orleans mit dem Stück «More than just a flight» von Johan Nijs, in dem alles, von Jazz bis zum Broadway, verpackt ist, zurück nach Europa, genauer nach Schweden mit einem traditionellen «Swedish Folk Song» von «Wie gross bist du».
Und schon wieder geht es vom kalten Norden in wärmere Gefilde. «Despacito», der Sommerhit von 2017, versprüht Lebensfreude und hinterlässt eine Vorfreude auf den kommenden Sommer. Mit «Stars and Stripes forever», einem zackigen amerikanischen Militärmarsch von John Philip Sousa, ging die Reise in die zweite Runde. Zurück auf dem europäischen Kontinent und den musikalischen Bildern aus Irland mit «Dublin Pictures».
Die Musik spüren
«Ich verstehe nichts von Musik, aber ich spüre sie», meinte der Moderator Michael Meier. Der kühle Norden trifft heisses Afrika. «Ejala» mit einem Solo von Colin Schär wartet mit einem exotischen Cocktail auf. Doch wie es so ist, lässt das «Heimweh» grüssen und zieht einen immer wieder in die Heimat zurück. Nach Action, Power und Rock mit Guns N’Roses und «Welcome to the Jungle» ging es dem Ende zu.
Etwas atemlos im Final angekommen präsentierte die Musikgesellschaft ihr musikalisches Finale: «Breathless» von «The Corrs». Doch was wäre ein Konzert ohne Zugabe. Mit den Klassikern aus der Heimat, «Rosmarie» und «Han es Zündhölzli azündt», wurden die Erwartungen vollends erfüllt und mit einem tosenden Applaus verdankt.



