Die Bettwiler Bevölkerung empfing das neue Jahr mit Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern
Zum dritten Mal hielt Ammann Peter Keusch die Neujahrsansprache in Bettwil. Er blickte auf das vergangene Jahr zurück, schielte aber auch auf das, was kommen wird. ...
Die Bettwiler Bevölkerung empfing das neue Jahr mit Neuzuzügerinnen und Neuzuzügern
Zum dritten Mal hielt Ammann Peter Keusch die Neujahrsansprache in Bettwil. Er blickte auf das vergangene Jahr zurück, schielte aber auch auf das, was kommen wird. Kirchenpflegepräsident Felix Furrer ermunterte dazu, das anzunehmen, was das Schicksal im neuen Jahr für einen bereithält.
Annemarie Keusch
Nicht dem Stern sind sie gefolgt wie die Hirten in der Weihnachtsgeschichte. Nein, sie folgten den drei Tannen und kamen nach Bettwil. Gemeint sind die rund 60 Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger der Gemeinde. Am Neujahrsapéro waren sie traditionellerweise speziell willkommen. Und sie waren für einige Einheimische mit ein Grund, Teil des Anlasses zu sein. «Ich will wissen, wer neu bei uns wohnt», sagte eine Frau am Eingang des Foyers. Und sie machte die Neuen schnell ausfindig. «Sie sind neu hier, stimmts?»
Es wurde geküsst und vor allem angestossen. Über 60 Leute kamen, mehr als ein Drittel davon in diesem Jahr Zugezogene. «Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr ähnlich», sagte Ammann Peter Keusch. Den 60 Zuzügen stehen 52 Wegzüge gegenüber. In Bettwil kamen im letzten Jahr fünf Kinder zur Welt, vier Personen verstarben. Beim Jahreswechsel wohnten 634 Einwohner in der höchstgelegenen Gemeinde des Kantons. Zehn weniger, als es beim höchsten Stand im letzten Jahr waren. Der Ausländeranteil liegt bei rund elf Prozent. «Wir sind froh, haben wir gute Leute im Dorf, ob Einheimische, Zugezogene oder Ausländer», betonte Ammann Keusch.
Thema Wasser beschäftigt den Gemeinderat
In seiner Rede ging er auch auf die Projekte ein, die die Gemeinde im letzten Jahr beschäftigten und deren Realisierung sich oft auch ins angebrochene Jahr erstreckt. «Etwa die Sanierung und den Anbau beim Schulhaus», nannte er ein Beispiel. Terminlich und finanziell sei das Projekt im Fahrplan. Auf das neue Schuljahr soll alles fertig sein. «Dann haben wir wieder genügend Platz, für hoffentlich die nächsten 20 bis 30 Jahre.»
Abgeschlossen ist eigentlich die Revision der Bau- und Nutzungsordnung. «Letzte Nebengeräusche wird es noch geben», kündigte Peter Keusch an.
Im neuen Jahr wird vor allem das Wasser den Bettwiler Gemeinderat, speziell die Ressortverantwortliche Claudia Gauch, beschäftigen. Abklärungen und Gespräche bezüglich eines Verbundes mit Nachbargemeinden laufen. «Wir werden dafür sorgen, dass es zu keinen Engpässen im Dorf kommt.»
Allen ein gutes und gesundes neues Jahr wünschte neben dem Ammann auch Kirchenpflegepräsident Felix Furrer. Aufgaben, die herausfordern, neue Fragen, Unsicherheiten, Ideen, vielleicht auch unerfüllte Träume oder gar Schicksalsschläge. «Wir wissen alle nicht, was uns im neuen Jahr erwartet.» Das sei gut so.
Annehmen, was das Leben bringt
Wichtig sei es, die Situationen so anzunehmen, wie sie sind. Und das nach dem Motto «leben und leben lassen». Oder wie es Lotte und Max Giesinger in ihrem neusten Hit singen: «Auf das, was da noch kommt.»