Karanovic rockt Sepsi
20.12.2019 SportDer Freiämter Profifussballer Goran Karanovic spielt seit einem halben Jahr in Rumänien
Der Dottiker Goran Karanovic kickt bei Sepsi in den Karpaten. «Mir passt es wunderbar hier», meint der 32-Jährige. Dies zeigt sich auch auf dem Feld. Im letzten ...
Der Freiämter Profifussballer Goran Karanovic spielt seit einem halben Jahr in Rumänien
Der Dottiker Goran Karanovic kickt bei Sepsi in den Karpaten. «Mir passt es wunderbar hier», meint der 32-Jährige. Dies zeigt sich auch auf dem Feld. Im letzten Spiel ballerte er sein Team mit zwei Toren zum Sieg.
Stefan Sprenger
Happy in den Karpaten. Goran Karanovic, der Dottiker, der beim FC Wohlen gross wurde, kickt in der ersten Liga Rumäniens. Und das mit Erfolg. In 17 Spielen erzielte er bislang neun Tore. Am letzten Spieltag ging es gegen Dinamo Bukarest aus der Hauptstadt. Karanovic wird in der 70. Minute beim Stand von 0:1 eingewechselt. Und er dreht die Partie im Alleingang. In der 76. und 78. Minute erzielt er zwei Tore und schiesst sein Team Sepsi OSK Sfantu Gheorghe zum 2:1-Auswärtssieg.
Drittbester Skorer der Liga
Der 32-Jährige, seine Frau Jovana und der bald dreijährige Sohn Danilo fühlen sich wohl. Sie leben in Brashov, zu Deutsch Kronstadt. «Die Stadt ist sehr schön, die Menschen freundlich, der Verein toll», erzählt Karanovic, der in der Meisterschaft der drittbeste Torschütze der gesamten Liga ist (der beste Skorer hat nur zwei Tore mehr). Seine Mannschaft Sepsi steht momentan auf dem 9. Tabellenplatz. In den restlichen fünf Spielen der Qualifikationsphase will man es noch auf den 6. Platz schaffen. Denn die ersten sechs Teams kommen in die Play-offs und spielen um den Titel. Die restlichen Teams der 14er-Liga kommen in die Play-outs und kämpfen um den Ligaerhalt. Die Punkte werden in beiden Fällen halbiert. «Alles ist noch möglich», meint der Stürmer.
Karanovic, der im Sommer vom FC Aarau nach Rumänien wechselte, hat bei Sepsi noch einen Vertrag bis im Sommer 2021. Und im Sommer 2020 wird der Verein ein neues Stadion erhalten. «Das wird Auftrieb geben», ist er sicher.
Grundsätzlich ist er glücklich in Rumänien. Der Frau gefällt es. Der dreijährige Sohn Danilo geht in eine deutsch- und englischsprachige Spielgruppe. Und Papa Karanovic ballert sich mit seinen Toren in die Herzen der Sepsi-Fans. Eher mühsam sind teilweise die Auswärtsspiele. «Weil es ein sehr grosses Land ist, fahren wir manchmal bis zu acht Stunden mit dem Car an die Spiele in der Ferne. Das ist sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig.»
Besondere Regelung
Ebenfalls besonders ist eine Regelung der rumänischen 1. Liga. In der Startelf müssen jeweils zwei U21-Spieler stehen. Und ein U21-Spieler muss immer auf dem Platz stehen. Die Regelung führt dazu, das manchmal junge einheimische Spieler in der Startformation beginnen und nach zehn Minuten ausgewechselt werden. Das soll die Förderung der jungen Kicker unterstützen.
Nach einem letzten Spiel im Jahr 2019 wird Karanovic mit seiner Familie für zehn Tage in die Schweiz reisen. Dort wird mit der Familie Weihnachten gefeiert, natürlich auch bei seinen Eltern in Dottikon. «Ich freue mich auf eine Auszeit», sagt er. Und danach will er Sepsi in die Playoffs schiessen.

