Die Rückkehr der Freiämter
13.12.2019 SportFussball: Der FC Wohlen bereitet die Rückrunde und die nächste Saison vor
Zwei Vertragsverlängerungen, zwei Neuzugänge, so die Bilanz der bisherigen Winterpause beim FC Wohlen. Der Verein bindet Trainer Thomas Jent und Verteidiger Nicolas Künzli an ...
Fussball: Der FC Wohlen bereitet die Rückrunde und die nächste Saison vor
Zwei Vertragsverlängerungen, zwei Neuzugänge, so die Bilanz der bisherigen Winterpause beim FC Wohlen. Der Verein bindet Trainer Thomas Jent und Verteidiger Nicolas Künzli an sich und holt Luca Thaler und Momo Seferi zurück. Damit laufen die Planungen für die Rückrunde und für die kommende Saison.
Josip Lasic
Der Trainer des FC Wohlen wird auch in der kommenden Saison Thomas Jent heissen. Der Vertrag mit ihm wurde um ein Jahr verlängert. «Er macht einen sehr guten Job, kommt bei den Spielern gut an und über die Tabellensituation können wir uns ebenfalls nicht beschweren», sagt Adrian Meyer, Leiter Sport beim FC Wohlen. «Damit sind die Weichen für die neue Saison schon gestellt. Wir wollen im Frühling erste Gespräche mit Spielern für die nächste Spielzeit führen. Da ist es von Vorteil, wenn der Trainer schon bekannt ist», so Meyer.
Mit einem Spieler wurde das Gespräch bereits geführt. Der 19-jährige Nicolas Künzli hat seinen Vertrag ebenfalls um ein Jahr verlängert. «Er ist ein grosses Talent und hat ein sehr vorbildliches Auftreten. Und das mit erst 19 Jahren», sagt Meyer über den Innenverteidiger. Die Wohler sind froh, dass sie das Talent nicht ablösefrei an ein Team aus einer höheren Liga verlieren können.
Der «verlorene Sohn» Nummer 1
Ebenfalls hat der FC Wohlen zwei neue Spieler verpflichtet. Wobei «neu» in beiden Fällen das falsche Wort ist. Beides sind Rückkehrer.
Der 25-jährige Goalie Luca Thaler ist Wohler und hat beim FCW die Ausbildung genossen. Der 23-jährige Mittelfeldspieler Muhamed «Momo» Seferi kommt aus Dottikon und war bis letzten Sommer neun Jahre lang beim FC Wohlen. Thaler kommt vom FC Wettswil-Bonstetten, Seferi von Rapperswil-Jona.
«Ein Zweikampf auf der Goalieposition erhöht die Qualität», sagt Meyer. Mit dem bisherigen Stammgoalie Olivier Joos und Thaler hat der FCW zwei Keeper mit viel Erstligaerfahrung im Team. Thaler war viereinhalb Jahre bei Wettswil-Bonstetten. Zuletzt hat er sich im Tor mit Christian Baumgartner abgewechselt. Dieser verlässt den Verein jetzt auch. «Mir ist bewusst, dass ich bei Wettswil-Bonstetten in der Rückrunde vermutlich regelmässig gespielt hätte. Bei Wohlen stosse ich neu ins Team, daher kann es sein, dass ich als Nummer 2 starte», so Thaler. «Ich brauchte aber eine neue Herausforderung. Ich werde mein Bestes geben und der Trainer entscheidet dann, welcher Goalie spielt.»
Der Wohler ist zufrieden mit seiner Entscheidung. «Für mich als gebürtiger Wohler ist es eine Heimkehr. Seit dem Abstieg aus der Challenge League ist vieles neu und dies reizt mich. Ausserdem spielt mit Davide Giampà einer meiner engen Freunde in der Mannschaft.»
Der «verlorene Sohn» Nummer 2
Der zweite Rückkehrer ist Momo Seferi. Im Sommer verliess er den FC Wohlen nach neun Jahren Richtung Rapperswil-Jona. Nach einem halben Jahr ist er bereits wieder zurück. «Ich dachte mir, dass ich irgendwann nach Wohlen zurückkehre», sagt der Dottiker. «Aber nicht, dass es so schnell geht.»
Seferi wurde bei Rapperswil-Jona regelmässig eingesetzt, hat sich mit dem Merenschwander Matteo Pasquarelli im Mittelfeld abgewechselt. Dass er wieder ins Freiamt kommt, hat berufliche Gründe. «Mir wurde bei meinem Arbeitgeber eine Festanstellung angeboten. 100 Prozent arbeiten und nach Rapperswil pendeln wäre nicht möglich gewesen», so Seferi. «Ich habe im Sommer geheiratet und muss meine Prioritäten neu setzen. Selbst wenn ich mit Rapperswil-Jona in die Challenge League aufgestiegen wäre, im Fussball ist es schwierig, langfristig zu planen», erklärt der 24-Jährige. «Deshalb habe ich mich für den Beruf entschieden. Mit Fussball aufhören kam aber nicht infrage. Deshalb bin ich jetzt wieder in Wohlen und freue mich riesig auf die Rückrunde.» Adrian Meyer sagt: «Der Konkurrenzkampf wird mit Momo auch im Mittelfeld grösser. Wir versprechen uns auch auf dieser Position einen Anstieg der Qualität.»
Trainingslager in Portugal
Trainingsstart beim FC Wohlen ist am 13. Januar. Vom 1. bis zum 8. Februar ist das Team zudem in einem Trainingslager in Portugal. Die Rückrunde startet für die Freiämter am Samstag, 29. Februar, 16 Uhr, mit dem Heimspiel gegen Solothurn. Grössere Kadermutationen sind bis dahin nicht mehr geplant. «Die Stimmung im Team ist gut», so Meyer. «Die Spieler wollen bleiben. Wir würden höchstens noch einen Mittelstürmer verpflichten, falls sich einer findet, der ins Budget passt. Ansonsten sehen wir uns im Sommer um.»



