Mammutaufgabe in Willisau
04.10.2019 RingenRingen, Nationalliga A: Willisau Lions – RS Freiamt (Samstag, 20 Uhr)
Zwei Niederlagen in Folge und Personalprobleme. Mit diesen Voraussetzungen tritt die RS Freiamt ausgerechnet bei Topfavorit Willisau an.
In der letzten Begegnung der Vorrunde trifft ...
Ringen, Nationalliga A: Willisau Lions – RS Freiamt (Samstag, 20 Uhr)
Zwei Niederlagen in Folge und Personalprobleme. Mit diesen Voraussetzungen tritt die RS Freiamt ausgerechnet bei Topfavorit Willisau an.
In der letzten Begegnung der Vorrunde trifft die RS Freiamt auf Meisterschaftsfavorit Willisau. «Es wird sehr schwer in Willisau zu bestehen», sagt Freiamt-Trainer Marcel Leutert.
Die Begegnung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Freiämter mussten zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Nach Titelverteidiger Kriessern konnte auch Einsiedeln einen Erfolg gegen die Freiämter feiern. «Gegen Kriessern und Willisau darf man verlieren», so Leutert. Und gegen Einsiedeln? «Gemessen am Team, das ich aufstellen konnte, war der Auftritt nicht schlecht. Es reicht einfach nicht zu einem Sieg auf diesem Niveau.»
Problem mit den Doppellizenzen
Gegen Einsiedeln musste Leutert gleich auf fünf wichtige Ringer verzichten. Randy Vock hat wegen seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft gefehlt. Sein Sohn Nils Leutert und Teamcaptain Pascal Strebel sind nach wie vor verletzt. Jeremy Vollenweider und Yves Müllhaupt, die für Weinfelden ringen und eine Doppellizenz bei den Freiämtern haben, waren mit ihrem Stammverein im Einsatz.Gegen Willisau wird die Situation nicht viel besser sein. Weinfelden ist mit zwei Niederlagen und einem Sieg aus drei Kämpfen in die Saison gestartet. «Wir verhandeln noch. Ich kann Weinfelden aber verstehen. Sie wollen auch in die Play-offs», so Leutert. «Im schlimmsten Fall fehlen uns Müllhaupt und Vollenweider wieder. So ist die Situation mit diesen Doppellizenzen nun mal.» Positiv für die Freiämter ist, dass Randy Vock zurückkehrt. «Das kann schon einen grossen Unterschied ausmachen», so Leutert.
Sollte Freiamt morgen Samstag in Willisau verlieren, wäre es die dritte Niederlage in Serie. Ist die Halbfinalteilnahme in Gefahr? «Nein, daran denke ich nicht. Es wird sich alles einpendeln», erklärt der Trainer. Nach dem Willisau-Duell gehen die Rückkampfe los. Die Erwartung im Freiamt ist, dass Hergiswil und Schattdorf wieder bezwungen werden. Bis dahin sollte auch Nils Leutert wieder zurück sein. «Dann sieht das Kader schon wieder ganz anders aus und wir können uns komplett auf die Aufgaben Kriessern und Einsiedeln konzentrieren.»
Bis dahin müssen bei den Freiämtern die jungen Ringer wie Saya Brunner und Flurin Meier mehr Verantwortung übernehmen. «Sie sind jetzt ins kalte Wasser geworfen worden», so Leutert. «Aber sie lernen mit jedem Kampf dazu, egal wie er ausgeht.» --jl
