Ringen, Nationalliga A: RS Kriessern – RS Freiamt (Samstag, 20 Uhr)
Die RS Freiamt trifft auf den Titelverteidiger in der Meisterschaft. Das letzte Duell in Kriessern endete desaströs für die Freiämter. Dabei waren die Leutert-Brüder die tragischen ...
Ringen, Nationalliga A: RS Kriessern – RS Freiamt (Samstag, 20 Uhr)
Die RS Freiamt trifft auf den Titelverteidiger in der Meisterschaft. Das letzte Duell in Kriessern endete desaströs für die Freiämter. Dabei waren die Leutert-Brüder die tragischen Figuren.
Josip Lasic
Morgen Samstag kehrt die RS Freiamt in die Mehrzweckhalle Kriessern zurück. Zum letzten Mal waren sie im November 2018 dort. Es war der Hinkampf im Halbfinal der vergangenen Saison. Die Freiämter hatten sich viel vorgenommen und gingen mit 13:24 unter. Nach diesem Duell war der Finaleinzug der RS Freiamt bereits so gut wie unmöglich.
«Ich bin topmotiviert nach einer Woche Pause», sagt Nino Leutert. Er und sein Zwillingsbruder Nils waren damals in Kriessern die tragischen Figuren. Nils Leutert verlor den ersten Kampf gegen Urs Wild nach einem Fehler mit 0:4. Als Nino Leutert dran war, lagen die Freiämter bereits mit 0:8 zurück. Er unterlag Gabor Molnar mit 1:2. Es war der Anfang vom Ende für die Freiämter. «Ich schaue nach vorne und nicht zurück auf diesen Kampf», sagt Nino Leutert. «Den Rückkampf damals habe ich gegen Christoph Wittenwiler gewonnen. Ich weiss nicht, gegen wen ich diesmal antrete.»
Kriessern ist der Favorit
Nino Leutert sieht Kriessern als leicht favorisiert. «Sie sind Schweizer Meister und haben mehr zu verlieren als wir.» Vater und Cheftrainer Marcel Leutert sieht die Chancen ausgeglichen. «Durch die WM in Kasachstan fehlt uns Randy Vock. Kriessern fehlt aus dem gleichen Grund Marc Dietsche. Das ist ein grosser Substanzverlust für beide Teams.»
Den Freiämtern fehlt allerdings nicht nur Randy Vock. Teamcaptain Pascal Strebel erholt sich noch von einer Verletzung. Das Gleiche gilt für Nils Leutert, der die tragische Figur im Halbfinal der vergangenen Saison war. Gibt Nino Leutert Vollgas für seinen Bruder, um die «Leutert-Ehre» wieder herzustellen? «Das ist ein anderer Kampf und eine völlig andere Ausgangslage», sagt Nino Leutert lachend.
Wiederholung des Halbfinals möglich
Die Freiämter sind mit zwei Siegen gegen Schattdorf und Hergiswil in die Saison gestartet. Kriessern verlor gegen Willisau und bezwang Einsiedeln. «Willisau sehe ich als Hauptfavoriten auf die Meisterschaft», sagt Marcel Leutert. «Dahinter sehe ich uns und Kriessern. Die Chancen sind also da, dass wir im Halbfinal wieder auf sie treffen.»
Die Freiämter und die Leuterts sehen die Affiche im Falle eines erneuten Halbfinalaufeinandertreffens doch anders. «Die Ausgangslage ist jetzt eine andere als im Halbfinal», so Marcel Leutert. «Es ist früh in der Saison. Beide Teams werden nicht alles auf eine Karte setzen. Natürlich wollen wir gewinnen, aber bei einer Niederlage ist noch nichts verloren», so der Trainer. «Treffen wir uns im Halbfinal wieder, dann wollen wir die Revanche.» Der Sohn ist gleicher Meinung. «Die Niederlage von damals, das Ausscheiden im Halbfinal, der unglückliche Kampf meines Bruders, das alles kann dann als Motivation dienen», sagt Nino Leutert.
Vock an der WM
Randy Vock fehlt den Freiämtern im Kampf gegen Kriessern. Er startet an der Weltmeisterschaft im kasachischen Nur-Sultan im Freistil bis 61 kg. Morgen Samstag startet Vock ins Turnier. Der Final von Vocks Kategorie findet übermorgen Sonntag statt. --jl