Ringen, Nationalliga A, 3. Runde: RS Kriessern – RS Freiamt 25:13 (13:5)
Wenig überraschend haben die Freiämter Nationalliga-A-Ringer in der dritten Runde der Qualifikation die erste Niederlage erlitten. Viele Ausfälle und fehlendes Kampfglück ...
Ringen, Nationalliga A, 3. Runde: RS Kriessern – RS Freiamt 25:13 (13:5)
Wenig überraschend haben die Freiämter Nationalliga-A-Ringer in der dritten Runde der Qualifikation die erste Niederlage erlitten. Viele Ausfälle und fehlendes Kampfglück führten zu einer 13:25-Schlappe bei Meister Kriessern.
«Wir waren nicht so schlecht, wie das Resultat aussieht», zeigte sich Cheftrainer Marcel Leutert nicht allzu betrübt nach der deutlichen Niederlage im St. Galler Rheintal. «Die Ringer haben gut gekämpft, wurden aber schlecht belohnt.»
Der Auftakt gelang zwar überraschend gut. Saya Brunner gewann den Kampf bis 57 kg Freistil 5:2. Der 14-jährige Auwer feierte damit einen vielversprechenden NLA-Einstand. Aber dann nahm Hugo Dietsches Team das Zepter in die Hand und stellte bis zur Pause auf eine Mannschaftsführung von 13:5. Flurin Meiers knappe Punkteniederlage war noch erträglich. Doch mit Nino Leuterts 1:18-Debakel hatte Vater Marcel nicht gerechnet. «Er war zu wenig geduldig. Deshalb konterte ihn Dominik Laritz brutal aus», lieferte der Trainer die Erklärung. Bei den Schwergewichtern standen Roman Zurfluh und Ainodin Ahmadi ebenfalls klar auf verlorenem Posten. Dennoch befand Marcel Leutert: «Da hätte es schlimmer für uns kommen können.»
Wenige Lichtblicke
In der zweiten Hälfte des Abends sorgten Marc Weber und Nico Küng mit deutlichen Punktesiegen für etwas Resultatkosmetik. Freude bereitete vor allem Weber, der Kriesserns Kaderringer Fabio Dietsche mit sechsminütigem aufsässigem Powerringen 11:2 deklassierte. «Das war eine Topleistung», lobte Trainer Leutert. Nico Küngs 11:0-Punktesieg gegen Christoph Wittenwiler entsprach den Erwartungen. Trotzdem befand Marcel Leutert: «Das war nicht das Optimum. Nico nützte seine Überlegenheit zu wenig.» Die grösste Enttäuschung bildete für einmal Michael Bucher. Der Merenschwander fand sich gegen den weniger hoch eingestuften David Loher nicht zurecht. Einmal im Hintertreffen, fand Bucher kein Rezept und musste sich bis auf 4:10 kontern lassen. «Eine dumme Niederlage», ärgerte sich der Trainer.
Überfordert waren die Ersatzringer Joel Meier und Marc Schärer. So summierte sich ein Mannschaftstotal von 13:25, womit die Ringerstaffel Freiamt schlecht bedient war. «Abhaken und vorwärtsschauen», lautet die Devise für das Leutert-Team. Gegen die Ringer aus Einsiedeln sollte sich die Personalsituation wieder etwas entspannen. Die RS Freiamt will den nächsten Kampf unbedingt gewinnen, um sich für den weiteren Qualifikationsverlauf ein beruhigendes Polster nach hinten zu verschaffen. --wr