Die verregnete 44. Ausgabe des Motocross Muri
Es ist selten ein gutes Zeichen, wenn das Wetter an einem Anlass zum Hauptprotagonisten wird. Petrus war dieses Jahr kein Fan des Pfingstcross. Organisatoren, Zuschauer und Fahrer konnten das Beste draus ...
Die verregnete 44. Ausgabe des Motocross Muri
Es ist selten ein gutes Zeichen, wenn das Wetter an einem Anlass zum Hauptprotagonisten wird. Petrus war dieses Jahr kein Fan des Pfingstcross. Organisatoren, Zuschauer und Fahrer konnten das Beste draus machen.
Josip Lasic
Während dem Training und den ersten Läufen am Morgen war das Wetter noch auf der Seite des Motocross Muri. Am frühen Nachmittag ging der Regen los – und damit der erste Massenexodus von Zuschauern. Es schien, als würden die Besucher den Anlass in Heerscharen verlassen.
Ein grosser Teil ist allerdings geblieben und hat dem schlechten Wetter getrotzt. «Insgesamt kamen rund 7000 Besucher», sagt OK-Chef Beat Gassmann. «Gemessen an den Umständen ist das sehr gut. Wir sind zufrieden. Es ist Motocross-Wetter.»
Organisation lief auf Hochtouren
Spurlos vorbeigegangen ist die Witterung an Gassmann und seinem Team allerdings nicht. Permanent musste der OK-Chef organisieren, kommunizieren, delegieren. Deutlich mehr als bei gutem Wetter. Die grösste Herausforderung: «Die Piste in einem fahrbaren Zustand halten», erklärt der OK-Chef. Nach jedem Rennen musste die Bahn neu präpariert werden. Während der Rennen gab es auch die ersten Diskussionen bezüglich des Aufräumens. «Das Wetter erschwert uns die ganze Arbeit», so Gassmann. Auch die Frage, ob der zweite Lauf der Seitenwagen abgesagt wird, kam auf. Trotz aller Schwierigkeiten konnten die Organisatoren des Motocross Muri den Anlass meistern. Der zweite Lauf der Seitenwagen konnte durchgeführt werden und die Zuschauer kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Obwohl die Anwesenden nicht drum herum kamen, nass und schlammig zu werden.
Boog holt den Sieg
Der Franzose Xavier Boog und der Schweizer Valentin Guillod, die als letzte grosse Namen ihre Zusage für einen Start am Motocross Muri gegeben hatten, sorgten in der Kategorie «Swiss MX Open» für Furore. Das erste Rennen gewann Guillod vor Boog. Das zweite Rennen konnte Boog für sich entscheiden und damit den Kategoriensieg feiern. Boog, der 2014 nach einem Sturz knapp einer Querschnittlähmung entgangen ist, sagte nach dem ersten Lauf, dass er im zweiten Lauf nur noch «zum Plausch» fahre. In der Kategorie «Swiss MX2» gewann Franco Betschart aus Wetzikon. Bei den Seitenwagen ging der Sieg an das Duo Marco Heinzer und Ruedi Betschart aus Illgau. Den Sieg in der Kategorie «Mini 85» holte Maximilian Ernecker aus Berg im Altergau.
Ehrung «ins Wasser gefallen»
Die Umstände haben Gassmann und seinem Team verunmöglicht, eine Ehrung für Fridolin Ender, den Ende März verstorbenen Gründer des Motocross Muri, durchzuführen. Zu chaotisch war alles wegen des Regens. Gassmann: «Wir haben ihn im Büchlein zum Motocross geehrt. Ich habe mit seiner Frau, seinem Sohn und meinem Team gesprochen. Es ist so für alle in Ordnung», sagt der OK-Chef des Motocross Muri. «Er ist bei uns im Herzen.»
Zahlen zum Motocross Muri
7000 Zuschauer waren vor Ort 140 Fahrer sind an den Start gegangen 300 Helfer waren im Einsatz 35 Streckenleute waren für die Sicherheit verantwortlich 2 Ärzte und 20 Sanitäter waren im Einsatz Die Streckenlänge betrug 1500 Metern. Rund 1800 Pfähle und 10 000 Meter Seil wurden benötigt