Schülerparcours der Jagdgesellschaft Reusstal für die Schulen Aristau, Merenschwand und Mühlau
Eine Fanfare der Bläser begrüsst die Schüler und die Lehrerschaft zum diesjährigen Anlass der Jagdgesellschaft bei der Waldhütte Galgenholz ...
Schülerparcours der Jagdgesellschaft Reusstal für die Schulen Aristau, Merenschwand und Mühlau
Eine Fanfare der Bläser begrüsst die Schüler und die Lehrerschaft zum diesjährigen Anlass der Jagdgesellschaft bei der Waldhütte Galgenholz in Merenschwand. Mit interessanten Posten und eine Menge an Wissen sorgen die Jäger für Faszinination.
«Wer kennt diesen Vogel?» Kaum stellt André Konrad seine Frage, fliegen auch schon die ersten Hände in die Höhe. Der Mauersegler hat in Merenschwand einen ganz besonderen Status. «Jeweils ziemlich genau am 1. Mai zieht ein Schwarm dieser Vögel in den Kirchturm», informiert Konrad die rund 120 Kinder. Die Schulen Merenschwand, Aristau und Mühlau kommen im Turnus von drei Jahren zum Privileg einer Einladung, um den Wald und seine Bewohner auf eine ganz spezielle Art kennenzulernen. Die Jagdgesellschaft Reusstal nimmt sich die Zeit und veranstaltet einen Schülerparcours im Wald und gibt so ihr Wissen an die jüngere Generation weiter. Letzte Woche war es wieder so weit.
Waldbewohner hautnah erleben
Auf Augenhöhe mit einem Rehbock und einer Rehgeiss sitzt eine Gruppe Schüler und lauscht Rainer Weber, der einiges an Wissen über das Rehwild vermittelt. Doch nicht nur die Eigenheiten von Bock und Geiss werde den Kids nähergebracht, sondern auch, wie man die Rehkitze vor dem tödlichen Mäher schützen kann oder wie man sich im Wald korrekt verhält.
Für den Posten Raubwild ist in diesem Jahr Ernst Suter zuständig. Egal ob Luchs, Fuchs oder Marder, die Präparate faszinieren und ganz nebenbei werden auch gleich die Fragen für den abschliessenden Wettbewerb beantwortet. Die Jungs und Mädchen sind konzentriert bei der Sache und stellen auch interessante Fragen, welche die anwesenden Männer der Jagdgesellschaft sehr gerne beantworten.
Der Anlass ist bei den Schulkindern beliebt, gleichzeitig können die Jäger sie für ihre Passion, die eher Berufung als Beruf ist, sensibilisieren. «Jäger sein heisst nicht nur Tiere schiessen», erklärt Bruno Kreyenbühl. Er bringt ihnen das Jagdbrauchtum ein wenig näher, indem er seinen Filzhut vom Kopf nimmt und die Gruppe mit einem «Weidmannsheil» begrüsst.
Da die Jagdgesellschaft Hand in Hand mit der Forstwirtschaft arbeitet, darf bei diesem Schülerparcours ein Posten mit einem Förster nicht fehlen. So wird die Gruppe, welche nach der «Znüni-Pause» zu Silvan Meyer vom Forstbetrieb Reuss-Lindenberg kommt, gleich ermahnt, ihren Abfall korrekt zu entsorgen.
Mit grossem Eifer am Wettbewerb dabei
Meyer spricht über seine Arbeit als Förster, aber auch über Massnahmen, um Wildschäden möglichst zu vermeiden. Mit grossem Eifer sind die Schüler auch hier bei der Sache, gilt es doch, möglichst viele Punkte beim Wettbewerb zu erlangen. Denn wer genau aufgepasst hat, kann die gestellten Fragen spielend beantworten. So steht nur noch eine genaue Schätzung zwischen einem Ausflug auf den Hochsitz für den Erst- und den Zweitplatzierten und einem Gehörn eines Rehbockes für den Drittplatzierten. --mo