Schützenfest im Derby
29.01.2019 SportEishockey, 3. Liga: HC Fischbach-Göslikon – HC Wohlen Freiamt 2:12 (0:3, 2:4, 0:5)
Wohlen wurde im Freiämter Eishockey-Derby seiner Favoritenrolle gerecht. Trotz des deutlichen Ergebnisses war am Ende Fi-Gö die zufriedenere ...
Eishockey, 3. Liga: HC Fischbach-Göslikon – HC Wohlen Freiamt 2:12 (0:3, 2:4, 0:5)
Wohlen wurde im Freiämter Eishockey-Derby seiner Favoritenrolle gerecht. Trotz des deutlichen Ergebnisses war am Ende Fi-Gö die zufriedenere Mannschaft.
Josip Lasic
«Gemessen an unseren Möglichkeiten haben wir uns gut geschlagen», sagt Fi-Gö-Coach Umberto Di Federico. Die Fischbach-Gösliker hatten zehn Spieler zur Verfügung für das Duell gegen Wohlen. Während der Partie verletzte sich Steven Boesch, was die Situation für den Gastgeber erschwerte. Besonders zu Beginn des zweiten Drittels bot Fi-Gö dem Favoriten aus Wohlen Paroli. Ging das erste Drittel noch mühelos mit 3:0 an Wohlen, drehen die Fischbach-Gösliker beim Stand von 0:4 aus ihrer Sicht auf und können zwei Tore erzielen. Die gute Leistung der Gastgeber in dieser Phase wurde teuer bezahlt. Am Ende reichten die Kräfte in den Reihen von Fi-Gö nicht mehr. Wohlen erzielt im letzten Drittel fünf Tore, während die Fischbach-Gösliker sichtlich auf Reserve laufen.
«Wir sind eine Partnerschaft mit Zweitligist Hochdorf eingegangen», so Di Federico. «Wegen Überschnei- dungen bei den Partien kamen allerdings wenige Hochdorf-Spieler in der Saison bei uns zum Einsatz.» Gegen Wohlen war es nur der Goalie. Zu wenig für die Fischbach-Gösliker und ihr dünnes Kader. «Ich denke, dass es trotzdem ein unterhaltsames Spiel war», so Di Federico.
Wohlen mit gemischten Gefühlen
Während Di Federico aus dem Auftritt seiner Mannschaft das Positive mitnimmt, hat Wohlens Spielertrainer Patrick Siegwart Mühe, die Partie einzuordnen. «Ich kann schlecht sagen, dass ich bei diesem Ergebnis unzufrieden bin», so Siegwart. «Tatsache ist, dass bei Fi-Gö am Ende die Luft draussen war und wir nicht unser bestes Eishockey abrufen mussten, um die Tore zu erzielen. Wir waren nicht auf unserem Maximum.»
Für die Wohler war es besonders wichtig zu gewinnen, im Hinblick auf den Cup-Viertelfinal gegen Herrischried vom Samstag, 9. Februar. «Für die Moral ist das Ergebnis natürlich gut», so Siegwart. Herrischried hat mit einem 6:5-Sieg gegen die Argovia Stars die Play-off-Teilnahme klargemacht und wird weiter im Spielrhythmus bleiben, während die Wohler in der Zeit bis zum Duell gegen das Team aus dem Schwarzwald nur Trainings bestreiten.
Abstiegsgefahr nicht gebannt
Für den HC Fischbach-Göslikon ist die Meisterschaft noch nicht vorbei. Morgen Mittwoch, 20.15 Uhr, bestreiten die Fischbach-Gösliker auswärts das Nachholspiel gegen Lausen. Da Lausen mit 5:6 gegen Rheinfelden II verloren hat, kommt es im Tabellenkeller zu einer spannenden Konstellation. Fi-Gö und Rheinfelden II haben sieben Punkte auf dem Konto, Lausen sechs. Bei einem Sieg könnte Fi-Gö den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Bei einer Niederlage müssen die Fischbach-Gösliker hoffen, dass Rheinfelden II gegen die Argovia Stars verliert. «Für uns ist es gut, dass die Argovia Stars gegen Herrischried verloren haben», so Di Federico. «Um die Play-off-Teilnahme zu sichern, müssen die Argovia Stars auf Sieg spielen. Hätten sie sich bereits qualifiziert, wäre ich mir nicht so sicher, ob sie nicht vielleicht Spieler geschont hätten», sagt der Fi-Gö-Coach.
Selbst wenn Fi-Gö auf dem letzten Rang landen würde, besteht wie im Vorjahr die Möglichkeit, dass kein Team aus der 4. Liga aufsteigt und die Freiämter die Klasse halten können. Darauf will Fi-Gö nicht spekulieren. «Man weiss im Voraus nie, wer aufsteigen wird und wer nicht. Ausserdem möchten wir die Saison gern auf dem 7. oder 6. Rang beenden», so Di Federico. Gegen Lausen sollten den dezimierten Fischbach-Göslikern immerhin vier Spieler des Partnervereins aus Hochdorf zur Verfügung stehen. In der kommenden Saison wird die Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Zuerst muss Fi-Gö allerdings die Klasse halten. «Bei einer Leistung wie im zweiten Drittel gegen Wohlen bin ich zuversichtlich», sagt Di Federico.



