Im Hotel des Grauens
18.12.2018 BesenbürenIn Besenbüren wird das Theaterstück «Hotel Mimosa» aufgeführt – ein Probenbesuch
Noch bleibt ein wenig Zeit bis zur Premiere am Freitag, 11. Januar. Vieles sitzt schon, einige Anweisungen gibt Regisseur Bruno Brunner noch, ...
In Besenbüren wird das Theaterstück «Hotel Mimosa» aufgeführt – ein Probenbesuch
Noch bleibt ein wenig Zeit bis zur Premiere am Freitag, 11. Januar. Vieles sitzt schon, einige Anweisungen gibt Regisseur Bruno Brunner noch, letzte Textlücken müssen gestopft werden. Das Theaterstück verspricht einen humorvollen Abend mit ganz vielen Verwirrungen und Notlügen.
Annemarie Keusch
Es reicht nicht. Vom Nachthemd und Morgenmantel ins schicke Kleid – das schafft Doris Dethomas in der kurzen Zeit nicht. Sie spielt Monique Bavaud, eine einsame Frau, deren Mann als U-Boot-Kommandant immer wieder für drei Monate auf Tauchfahrt ist. Monique bleibt alleine in der grossen Villa im Süden Frankreichs. Aber nicht lange. Ihr Liebhaber François Martigue (Thomas Räber) kommt zu Besuch. Der Fernsehregisseur ist auf Motivsuche und gibt seiner Ehefrau an, in einem Hotel «Mimosa» zu logieren.
Die Lösung ist schnell gefunden. Das Kleid muss unter den Morgenmantel. «Dann sollte es reichen», ruft Dethomas hinter der Kulisse hervor. Sie ist eine der langjährigen Theaterspielenden in Besenbüren. Alle zwei Jahre ein Schwank, das ist die Tradition. Und immer wieder gesellen sich zur eingespielten Gruppe neue Mitglieder. Diesmal sind es Cyrill Räber und Fabienne Stenico, die ein Schweizer Ehepaar spielen, und Nicolas Abbondanza, der einen Freier spielt.
Wenn der Ehemann früher als geplant nach Hause kommt
Wie es sich für ein Lustspiel gehört – unkompliziert verläuft das Treffen von Monique Bavaud und François Martigue nicht. Vor allem nicht, weil dieser sein Geld zu Hause vergisst und seine Frau Cécile (Luzia Brun) ihm dieses bringen will. Also muss die Villa schleunigst in eine Hotellobby umgewandelt werden. Was als kurze Notlösung geplant war, muss länger gespielt werden. Cécile ist nämlich nicht die Einzige, die im Hotel «Mimosa» übernachten will. Ein anderes Liebespaar, ein frisch verheiratetes Paar aus der Schweiz, ein von seiner Frau verlassener Mann, samt Gewehr, und eine Prostituierte sorgen für viel Trubel in der eigentlich ruhigen Villa.
Als dann auch noch U-Boot-Kommandant Louis Bavaud (Michael Diener) früher als geplant nach Hause kommt, ist das Chaos perfekt und die Lobby wird zum Schauplatz für einen Fernsehfilm.
Mit viel Liebe zum Detail sind die Schauspielenden und Regisseur Bruno Brunner seit den Sommermonaten am Proben. Letzte Requisiten wie etwa die Schreckschusspistole wurden besorgt. Auch die Maske für Karin Räber, die Chantal Faber, die Mutter von Monique Bavaud, spielt, wurde ausprobiert. Runzeln, graue Haare. «Wie schnell man altern kann», staunt Räber schmunzelnd.
Letzte Diskussionen während den Durchlaufproben gibts. Letzte Anweisungen vom Regisseur auch. «Ihr müsst immer zum Publikum gerichtet sein, sonst kommt die Mimik nicht zur Geltung», sagt er etwa.
Total fünf Aufführungen
Bis Mitte Januar wird alles sitzen. Auf die Premiere am Freitag, 11. Januar, 20 Uhr, folgen vier weitere Aufführungen (12. Januar, 20 Uhr, 13. Januar, 13.30 Uhr, 18. und 19. Januar, jeweils 20 Uhr). Vor und nach allen Abendaufführungen ist die Küche geöffnet – am Sonntag kann ein Mittagessen bestellt werden. Jeden Abend gibt es Barbetrieb und ein Schätzspiel. Auf die Besucher wartet ein Theaterspiel mit vielen Lachern. Und die Gäste werde nicht anders können als Fran- çois Martigue: auf Tschernobyl machen – «einfach strahlen».
Reservationen telefonisch an 079 912 52 53 (Sonntag, 12 bis 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 18 bis 19 Uhr) oder online unter www.theater-besenbueren.ch.



