Es braucht einen Endspurt
11.12.2018 MutschellenDas neue Schulhaus Tilia ist im Rohbau erstellt
Am 29. Juli sollen die Lehrerinnen und Lehrer mit dem Einrichten der Zimmer im neuen Schulhaus Tilia beginnen können. Damit der Termin eingehalten werden kann, braucht es einen Schlussspurt, denn die ...
Das neue Schulhaus Tilia ist im Rohbau erstellt
Am 29. Juli sollen die Lehrerinnen und Lehrer mit dem Einrichten der Zimmer im neuen Schulhaus Tilia beginnen können. Damit der Termin eingehalten werden kann, braucht es einen Schlussspurt, denn die Arbeiten sind etwas in Verzug.
Erika Obrist
Riesig scheint der Rohbau zu sein, der in den letzten Monaten zwischen den Schulhäusern Linde und Birke hochgezogen wurde. «Die Arbeiten sind rund vier Wochen in Verzug», weiss Otto Eggimann, Gemeinderat und Präsident der Baukommission. Das Einschalen und Betonieren der mächtigen Pfeiler vor Ort habe länger gedauert, als der Baumeister einst vorgesehen hatte. «Er hat den Aufwand womöglich etwas unterschätzt», mutmasst Eggimann. Um den Terminplan nicht allzu sehr zu strapazieren, wurde auch am Samstag gearbeitet. Das ist immer noch der Fall, wie ein Augenschein am letzten Samstag ergab.
Jetzt sind die Fenster dran
Das Gebäude weist vier Geschosse auf und wird in Massivbauweise erstellt. «Die Statik ist so ausgelegt, dass zu einem späteren Zeitpunkt aufgestockt werden kann.» Der Abschluss der Rohbauarbeiten wurde Mitte November mit den Handwerkern, den Unternehmern und den Architekten gefeiert. In der Turnhalle Linde, weil es im Neubau zu kalt war.
In diesem soll bald Schluss sein mit Durchzug: Die Fensterbauer sind am Werk. Bis Weihnachten soll das neue Schulhaus «dicht» sein. Die grossflächigen Fensterelemente bestehen aus Holz und Metall. Die Rahmen werden vorfabriziert. Vor Ort wird das Glas eingesetzt. Nicht begonnen mit dem Einbau wurde im zweiten Obergeschoss. Hier stehen noch zahlreiche Stützen, auf denen die oberste Betondecke ruht. Hier ist noch kein Durchkommen mit den riesengrossen Fensterrahmen.
Durchbrüche zur «Linde» erfolgt
Das neue Schulhaus Tilia wird rechtwinklig ans bestehende Schulhaus Linde angebaut und erschliesst dieses so behindertengerecht. Die Durchbrüche auf drei Geschossen sind erfolgt. Die bestehenden WC-Anlagen in der «Linde» werden herausgebrochen und durch neue ersetzt. Die neuen WC-Anlagen stehen beiden Schulhäusern zur Verfügung. Beim Durchbruch im obersten Stockwerk hat sich gezeigt, dass die Decke des «Linden»-Schulhauses zu wenig tragfähig ist; sie wurde durch eine neue ersetzt.
Zwischen den Festtagen ruhen die Arbeiten auf der Baustelle. Gemäss Terminplan müssen bis Mitte Januar die Leichtbauwände stehen. Dann beginnt der Einbau von Bodenheizung und Unterlagsboden. Dieser muss bis Ende März austrocknen; in dieser Zeit ruhen die Innenausbauarbeiten, denn in der Baukommission wird auf Qualität geachtet.
Knackpunkt beim Innenausbau ist die Schallabdichtung. Wichtig sei auch die Materialwahl. Funktionalität stehe dabei vor Design. Bei der Materialwahl wird sicher auch André Koller, Leiter Hausdienst, ein wichtiges Wort mitreden, ist er doch mit seinem Team für die Reinigung der Räume zuständig.
«Besuchstag» am 23. März
Was aber entsteht überhaupt im vierten Primarschulhaus? Im Sockelgeschoss sind die Technikräume untergebracht und Räume für den Hausdienst. «Wir sind die einzigen, die einen Höhenunterschied bewältigen müssen», lacht André Koller. Auf diesem Boden befinden sich auch der Arbeitsraum für die Lehrerinnen und Lehrer, eine Mediothek, ein Musikzimmer sowie das Malatelier. Diese Räume erhalten allesamt mit den ebenerdigen Fenstern einen Aussenbezug.
Im Erdgeschoss sind künftig die Tagesstrukturen daheim. Hier gibt es eine Küche und einen grossen Raum für den Mittagstisch sowie Räume für die Betreuung. Hinzu kommen zwei Behinderten-WCs. Treppenhaus und Lift sind in der Mitte des Raums angelegt. Ein Treppe führt draussen zum Schulhaus Linde.
In den beiden Obergeschossen hat es je vier Schulzimmer und je zwei Gruppenräume. Dazu kommen auf beiden Stockwerken offene Lernbereiche.
Am Samstag, 23. März, führt die Primarschule einen «Tag der Schule» durch. «An diesem Tag können die Eltern auch das neue Schulhaus besichtigen», verspricht Otto Eggimann. Gemäss Terminplan sollen die Lehrerinnen und Lehrer die neuen Räume am 29. Juli beziehen und einrichten können, damit alles bereit ist auf den Schuljahresbeginn 2019/20 am 12. August.
WLAN einrichten
Ausgestattet werden die Schulzimmer mit interaktiven Wandtafeln. Das Mobiliar wird zum Teil von den anderen Schulhäusern mitgenommen, zum Teil braucht es neues. Insgesamt sind 350 000 Franken vorgesehen für die Ausstattung der Räume. Im neuen Gebäude wird WLAN eingerichtet, ein drahtloses lokales Netzwerk. «Auch die bestehenden Schulhäuser werden Schritt für Schritt damit ausgerüstet», so Eggimann. Schliesslich wird dem Informatikunterricht mit dem neuen Lehrplan auch auf der Primarschulstufe mehr Gewicht beigemessen.
Wichtig sei der Baukommission, dass Termin, Qualitätsvorgaben und Kostenvoranschlag eingehalten werden, so Eggimann. Zweckmässig müsse der Bau sein. «Wir erstellen nur, was benötigt wird.» Nicht, was man gern hätte. Für «Schön wäre noch» hat es keinen Platz im Kredit von 8,58 Millionen Franken.




