Bronze für Freiämter
18.12.2018 SportDie Ringerstaffel Freiamt gewinnt auch den Rückkampf gegen Einsiedeln
Partystimmung bei der RS Freiamt. Das Team siegt gegen Einsiedeln und holt Bronze, Pascal Strebel holt den Award als bester Ringer und Trainer Adi Bucher wird gebührend ...
Die Ringerstaffel Freiamt gewinnt auch den Rückkampf gegen Einsiedeln
Partystimmung bei der RS Freiamt. Das Team siegt gegen Einsiedeln und holt Bronze, Pascal Strebel holt den Award als bester Ringer und Trainer Adi Bucher wird gebührend verabschiedet.
Am Ende wurde es eine deutliche Sache. Mit 21:13 siegt die RS Freiamt im Rückkampf gegen die RR Einsiedeln. Nach dem Sechs-Punkte-Vorsprung aus dem Hinkampf hätte den Freiämtern auch ein weniger deutliches Ergebnis gereicht, um die Bronzemedaille zu holen.
Für die Freiämter ist es die dritte Bronze in Folge. Alle drei feierte das Team unter Trainer Adi Bucher. Für ihn war der Bronze-Hattrick gleichzeitig die Dernière als Trainer der Freiämter. Bucher wird dem Verein erhalten bleiben, allerdings in keiner offiziellen Funktion mehr. An der Generalversammlung im März wird er auch aus dem Vorstand der Freiämter austreten. Wer Buchers Nachfolger auf dem Trainerposten wird, ist noch unklar.
Die Medaille war nicht der einzige Triumph an diesem Abend. Teamcaptain Pascal Strebel gewann seinen 14. Kampf in der Saison. Damit beendet er die Meisterschaft ungeschlagen und wird zum besten Ringer der Saison ausgezeichnet.
--red
Abschied von Adi
Ringen, NLA, Kampf um 3./4. Platz: RS Freiamt – RR Einsiedeln 21:13 (8:9)
Die RS Freiamt lässt im Rückkampf gegen Einsiedeln nichts anbrennen und holt sich die dritte Bronzemedaille in Folge. Für Trainer Adi Bucher war es der letzte Kampf.
Josip Lasic
«Danke! Adi!», steht auf den T-Shirts der Freiämter Ringer. Ein Buchstabe beziehungsweise Satzzeichen pro Ringer. Der Trainer der RS Freiamt wird von seinen Schützlingen nach dem Bronzesieg gegen Einsiedeln gefeiert. Die Medaille selbst geht beinahe im Jubel unter. Bucher sagt: «Ich weiss nicht einmal, wie hoch wir gewonnen haben.»
Mit acht Punkten Differenz siegen die Freiämter im Rückkampf gegen die RR Einsiedeln. Nach dem Sieg im Hinkampf geht die Medaille zum dritten Mal in Folge ins Freiamt. In der ersten Halbzeit brennt ein Funke der Hoffnung für Einsiedeln. Alle Duelle sind hart umkämpft. Als sich Einsiedelns Andreas Burkard im Duell gegen Reto Gisler verletzt und aufgeben muss und das Duell mit 4:0 an die Freiämter geht, ist die Messe gelesen.
Schöne und lehrreiche Zeit
«Das ist der Wermutstropfen des Abends», sagt Bucher. «Wir wollten gewinnen, aber nicht um so einen Preis. Ein junger Athlet ist verletzt. Bei aller Rivalität wünscht man das niemandem.» Abgesehen von diesem Vorfall ist es ein gelungener Abend für Bucher. Seine dreijährige Amtszeit als Trainer der RS Freiamt endet mit einem deutlichen Sieg. «Man konnte sehen, dass die Jungs den Sieg wollen. Sie haben eine reife Leistung gezeigt», so Bucher. «Schade, ist uns das nicht im Halbfinal gelungen. Ich hoffe, die Jungs können die Erfahrung gegen Einsiedeln mitnehmen und sehen, dass sie in der Lage sind, solche Duelle für sich zu entscheiden.»
Bucher beschreibt seine Zeit als Trainer bei der RS Freiamt als schön und lehrreich. «Ich nehme viele Erfahrungen mit. In dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt. Ich bin froh, dass ich so ein starkes Trainerteam hinter mir hatte», so Bucher. «Wir konnten uns bei Höhepunkten und Rückschlägen immer aufeinander verlassen. Als Einzelkämpfer kommst du heute nirgendwo hin.» Leicht fällt dem Trainer der Abschied nicht. «Inoffiziell bin ich seit 30 Jahren im Verein. Offiziell sind es 20. 13 davon war ich Vorstandsmitglied. Klar kommt Wehmut auf beim Abschied», sagt Bucher. «Aber ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich werde keine offizielle Funktion im Verein haben, aber ich wandere ja nicht aus. Das Training werde ich nach wie vor besuchen und nahe am Team bleiben.»
Tiefpunkte: Verletzungen
Nach drei Jahren als Trainer der RS Freiamt zieht Bucher Bilanz. Dreimal konnte er mit seinem Team die Bronzemedaille feiern. Als schönsten Sieg beschreibt er die Medaille im ersten Jahr. «Im Hinkampf haben wir gegen Willisau verloren. Niemand hat mit uns gerechnet. Zu Hause konnten wir dann einen deutlichen Sieg und die Bronzemedaille feiern.»
Als Tiefpunkt seiner Amtszeit bezeichnet Bucher die Verletzungen seiner Athleten. «Roman Zurfluh ist beispielsweise jetzt die gesamte Saison ausgefallen. Als Trainer tut dir so etwas weh. Das will der Ringsport nicht sehen.»
Wer Buchers Nachfolger wird, ist noch unklar. «Vielleicht präsentieren wir ihn als Weihnachtsgeschenk», sagt er lächelnd.
Strebel top in Einzelklassement
Nicht nur bei Bucher kommt Wehmut auf. Seine Ringer werden ebenfalls emotional. Randy Vock: «Bucher hat mich schon in seiner Funktion als Jugendobmann begleitet. Damals war ich 14 Jahre alt, jetzt bin ich 24. Wir waren zehn Jahre miteinander unterwegs.» Vock ergänzt, dass er trotz der Bronzemedaille traurig ist, weil Bucher geht. «Zehn Jahre schweissen zusammen. Wir sind zusammen durch Höhen und Tiefen gegangen. Es ist immer schade, wenn so jemand aufhört.» Vock beschreibt Bucher als sehr direkt, aber fair. «Er hat es uns immer gesagt, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Wenn wir Hilfe gebraucht haben, war er aber 24 Stunden am Tag für uns da. Das werde ich vermissen.»
Auch Captain Pascal Strebel findet nur positive Worte für Bucher. «Er ist ein guter Typ und hat die Mannschaft sehr menschlich geführt», so Strebel. «Er hat viel für den Ringsport geleistet und wird weiterhin viel leisten», sagt Strebel und ergänzt mit einem Augenzwinkern: «Ich arbeite mit ihm zusammen und werde noch genug mit ihm zu tun haben.» Strebel selbst hatte gegen Einsiedeln auch etwas zu feiern. Ihm gelang ein Schultersieg gegen Yves Müllhaupt. Der Captain der Freiämter wurde als bester Ringer im Einzelklassement ausgezeichnet. Seine 14 Kämpfe konnte er alle gewinnen.
Das letzte Wort gehört dem scheidenden Trainer Adi Bucher. «Ich habe junge Männer gesehen, die sich weiterentwickelt haben und wieder einen Schritt vorwärts gemacht haben. Ich bin überzeugt, dass man von diesem Team noch einiges erwarten kann, auch ohne mich als Trainer.»
Der Kampf
Einsiedeln musste gegen Freiamt sechs Punkte aufholen. Zur Halbzeit schien das realistisch. Nach fünf engen Duellen stand es 8:9 aus Sicht der Freiämter. Im ersten Kampf nach der Halbzeit muss der favorisierte Einsiedler Andreas Burkard gegen Reto Gisler verletzungsbedingt aufgeben. Die Freiämter gewinnen danach alle restlichen Duelle.
--red





