Gelungene Premiere von Monti’s Variété
Vieles ist gleich wie in den Jahren zuvor. Aber das stört überhaupt nicht. Schliesslich gibt es wenig Grund, am Erfolgsrezept etwas zu ändern. Im weihnachtlich geschmückten Winterquartier ...
Gelungene Premiere von Monti’s Variété
Vieles ist gleich wie in den Jahren zuvor. Aber das stört überhaupt nicht. Schliesslich gibt es wenig Grund, am Erfolgsrezept etwas zu ändern. Im weihnachtlich geschmückten Winterquartier des Monti werden Akrobatik der Spitzenklasse, Poesie, Humor, tolle Musik und feines Essen zu einem tollen Ganzen vermischt. Hingehen lohnt sich auch dieses Jahr. --chh
Weihnachten kann kommen
Auch die vierte Ausgabe von Monti’s Variété vermochte die Besucher zu verzaubern
Vor drei Jahren wagte der Monti einen Versuch mit insgesamt fünf Vorstellungen. In diesem Jahr sind es deren 26, davon 18 öffentliche. Das Variété ist längst kein Geheimtipp mehr.
Chregi Hansen
Monti’s Variété beinhaltet vieles, was man auch vom «grossen Bruder», dem Circus Monti, kennt. Atemberaubende Artistik, poetische Bilder und viel Humor. Und eine Truppe, die nicht einfach Nummern abspult, sondern eine Einheit bildet. Und wie immer beim Monti wird eine Geschichte erzählt – diesmal vom Zimmermädchen Sally und ihren Weihnachtswünschen. Die nach und nach alle in Erfüllung gehen.
Näher geht nicht
Und doch: Das Variété ist nicht einfach der Circus in Klein. Da ist zum einen das Vier-Gang-Menü, das zwischendrin serviert wird. Und da ist zum anderen die Nähe zwischen den Zuschauern und den Artisten. Diese zeigen ihre Nummern zum Teil mitten zwischen den Tischen oder direkt über den Köpfen. Da wird schon mal der Flügel zum Podest oder der Kronleuchter zum Trapez. Nirgends sonst erlebt man die Akrobaten so nahe, dass man sie quasi berühren kann. Und die Künstler agieren mit dem Publikum – mit einem Augenzwinkern, einer Geste oder einem Spruch.
Auch in diesem Jahr hat es der Monti geschafft, hochkarätige Artisten zu verpflichten. Und so international war die Truppe noch selten. Charlotte de la Bretèque stammt, der Namen verrät es, aus Frankreich, ihr Mann, der preisgekrönte Jongleur Alexander Koblikov, hingegen aus der Ukraine. Mit Pinja Seppälä ist auch diesmal eine Finnin dabei, das Duo Valérie Benoit und Mason Bryce Ames kommt aus Kanada respektive den USA. Und moderiert wird der Abend von einem spanisch-deutschen Duo. Josune Goenaga und Manuel Schunter sorgen für viele Lacher an diesem Abend, egal ob als Zauberer, Messerwerfer, Tellerakrobaten oder als Sänger und Sängerin. Apropos Musik. Natürlich nimmt auch in diesem Jahr die Band eine wichtige Rolle ein. Sängerin Sarah Huber, Pianist Lukas Stäger, Gitarrist und Bassist André Gärtner und Schlagzeuger Stephan Felber finden immer die richtigen Klänge. Und werden regelmässig Teil der einzelnen Nummern. Auch für sie gilt: Einfach nur ein Programm abspielen, das gibt es beim Monti nicht. Nicht im Circus, nicht im Variété.
Es wird viel geboten an diesem Abend. Küche, Servicepersonal, Artisten und Musiker geben alles, um die Zuschauer zu verzaubern. Und spätestens, wenn am Schluss die Schneeflocken fallen, ist Weihnachten schon ganz nah.