Lachen als Medizin
06.11.2018 KulturDas Wohler Lachfestival war ein grandioser Event, der ein zufriedenes Publikum hinterliess. Moderator Marcel Weber stand zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Bruder Peach Weber auf einer Bühne. --red
Lachmuskelkater programmiert
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Das Wohler Lachfestival war ein grandioser Event, der ein zufriedenes Publikum hinterliess. Moderator Marcel Weber stand zum ersten Mal gemeinsam mit seinem Bruder Peach Weber auf einer Bühne. --red
Lachmuskelkater programmiert
3. Wohler Lachfestival im Casino mit hochkarätigen Künstlern: Ein Weber kommt selten allein
Ein Lachfeuerwerk entzündeten sechs Komiker am Wohler Lachfestival. Erstmalig trat Peach Weber gleichzeitig mit seinem Bruder Marcel Weber auf. Am Festival wurde dem Publikum Comedyzauberei, Stand-up und vieles mehr geboten. Eine besondere Überraschung folgte zum Schluss.
Joel Gattlen
«Ich werde jetzt etwas sagen, was in der heutigen Zeit nicht ganz unproblematisch ist», warnt Peach Weber. «Ich esse gerne Fleisch! Das war eigentlich schon immer so. Deswegen hat man mich sogar schon bei meiner Geburt mit einem Cervelat herausgelockt.» Bewusster Fleischkonsum sei in aller Munde. Das Thema liege ihm selbst ebenfalls am Herzen. Deswegen esse er jetzt nur noch Fleisch aus Massentierhandlung. Alles andere widerstrebe ihm zutiefst. «Ich finde es einfach gemein, wenn man Fleisch von glücklichen Kühen essen würde. Dann lieber traurige von ihrem Leid erlösen», betont Weber.
Neben dem Thema Fleischkonsum ist bei vielen Männern auch das Konf liktthema Schwiegermutter ein Dauerbrenner. «Im nächsten Mai ist es ja bald wieder so weit und es ist Schwiegermuttertag.» Das sei doch der Muttertag, entgegnen einige aus dem Publikum. «Stimmt. Ich habe das verwechselt. Schwiegermuttertag war ja erst gerade jetzt an Halloween», korrigiert Weber.
Zusammenstellung und Ablauf begeistern Publikum
Das dritte Wohler Lachfestival war ein Erfolg und wartete mit einem besonders hochwertigen Lineup auf. Sechs renommierte Schweizer Unterhaltungskünstler verzückten das Publikum während rund drei Stunden Programm. Vor Ort waren der Entlebucher Schösu, Anet Corti, Johnny Burn, Peach Weber, Cony Sutter sowie der Comedyzauberer Tom Davis. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Anlass», sagt Organisator Chlaus Scherrer. «Besonders gefreut hat uns, dass die Zusammenstellung der Künstler und der Ablauf so gut beim Publikum angekommen sind.» Ohne Sponsoren sei ein Anlass in dieser Grösse aber schlichtweg nicht durchführbar. «Aus diesem Grund sind wir ihnen sehr dankbar», sagt Scherrer. Ein Sponsoring der besonderen Art betrieb Dubler Mohrenkopf aus Waltenschwil, welche allen Zuschauern am Ende der Vorstellung einen Mohrenkopf offerierte. Den Künstlern auf der Bühne überreichte offiziell ein «Mohrenkopfgirl» eine der süssen Versuchungen.
Ideale Voraussetzungen für Sozialhilfebezug
Moderiert wurde der Anlass von Peach Webers Bruder Marcel Weber, der bereits am letzten Lachfestival mit von der Partie war. Marcel Weber ist seines Zeichens Unternehmer, Event-Experte und Autor. «Letztes Jahr haben sich die Leute schier totgelacht. Deswegen haben wir unseren Sponsorenkreis erweitert und ein Beerdigungsinstitut aus Wohlen neu hinzugewinnen können. Sicher ist sicher», sagt Marcel Weber.
Ehering pulverisiert
Für Begeisterung sorgte auch Komiker Johnny Burn. «Ich habe mich schon als Kind insbesondere für die Fächer Musik, Zeichnen und Werken interessiert. Mein Onkel Gau meinte daraufhin nur trocken, dass dies die idealen Voraussetzungen für einen zukünftigen Sozialhilfebezug seien», erinnert sich Burn. Kurz darauf habe sein Onkel noch ergänzt: «Zum Glück bist du so schlecht in Mathematik. Sonst könntest du ausrechnen, wie beschissen dein Leben zukünftig sein wird.» Ganz so schlimm ist es ja dann zum Glück doch nicht gekommen. Mittlerweile ist Burn erfolgreicher Komiker.
Magisch ging es bei Comedyzauberer Tom Davis zu und her. Dieser überzeugte mit ausgefallenen Kartentricks und urkomischen Zauberkunststücken. Bei einer Nummer pulverisierte er scheinbar den Ehering einer Zuschauerin. Nur um ihn kurz darauf wie durch ein Wunder in ein völlig unberührtes und versiegeltes Couvert zu zaubern. In einer anderen Showeinlage liess er eine Zuschauerin eines von verschiedenen Couverts auswählen, dessen Inhalt sie als Geschenk behalten konnte. Alle waren mit Geld bestückt, ausser jenes, das die Zuschauerin auswählte. Dieses enthielt ein Foto des Künstlers. «Da haben sie aber grosses Glück gehabt», sagt Davis. Als Belohnung bekam sie obendrein auch noch einen Luftballonpudel. «Er ist sehr pflegeleicht und macht keinen Dreck. Sie dürfen nur nicht ‹Platz!› zu ihm sagen. Sonst ist der Spass schnell zu Ende», ermahnt Davis.




