Hauptübung der Feuerwehr auf dem Bauernhof
Ein Futtermischwagen hat Feuer gefangen. Die ganze Mutterkuhherde ist noch im Stall. Der Bauer bricht in Panik aus. Das war die Ausgangslage der Feuerwehr-Hauptübung in Bünzen. Zudem stellten die ...
Hauptübung der Feuerwehr auf dem Bauernhof
Ein Futtermischwagen hat Feuer gefangen. Die ganze Mutterkuhherde ist noch im Stall. Der Bauer bricht in Panik aus. Das war die Ausgangslage der Feuerwehr-Hauptübung in Bünzen. Zudem stellten die verschiedenen Abteilungen ihre Aufgaben vor.
Annemarie Keusch
Sagt das Stimmvolk Ja, gehen sie ab 2020 gemeinsame Wege. Schon jetzt helfen sich die Feuerwehren Boswil und Bünzen aus. «Tagsüber hätten wir sonst zu wenige Leute, die für einen Einsatz bereit wären», sagte der Bünzer Kommandant Andreas Müller. Und genau ein solcher Fall ereignete sich als Teil der Hauptübung. Am Nachmittag fing ein Futtermischwagen in einer Scheune Feuer. Der Bauer gerät in Panik. «Wo ist die Feuerwehr, wenn man sie einmal braucht», schrie er und rannte in den Stall, wo Rauch austrat.
Kommandant Müller kommentierte die Übung, erzählte, dass immer zuerst der eigene Schutz im Zentrum stehe, dann die Rettung – erst von Personen, dann von Tieren. So wurde die Mutterkuhherde ganz früh in der Übung auf die Weide geführt. Nachher gings mit Atemschutzzügen ans Löschen des Feuers.
Eine grosse Einsatzübung war es nicht, die die Bünzer Feuerwehrleute präsentierten. Dafür gewährten sie dem zahlreich erschienenen Publikum im Anschluss Einblicke in ihr Schaffen. Die Maschinisten etwa führten vor, wie die Bünz schnell gestaut werden kann, damit immer genug Wasser für Löscharbeiten zur Verfügung steht. Sie präsentierten auch die verschiedenen Pumpen, die je nach Schadenereignis zum Einsatz kommen – etwa die Elektrotauchpumpe, wenn in Gebäuden Wasser entfernt werden muss. «Diese ist mit Strom betrieben. Und bei Hochwasser wird dieser im Haus oft abgestellt, weil sich Strom und Wasser bekanntlich schlecht vertragen. Aber dank Generatoren kann die Feuerwehr selber Strom produzieren», erläuterte Ulmer.
Auch die Verkehrsgruppe stellte sich den Besuchern vor und zeigte, worin ihre Hauptaufgaben bestehen.