«Ich applaudiere für Wohlen»
19.10.2018 SportHandball: Die beiden Präsidenten Giorgio Behr und Martin Laubacher
Giorgio Behr ist ein intelligenter und erfolgreicher Mann. Der Präsident der Kadetten Schaffhausen sah ein «herrliches Spiel». Am Matchtag besuchte er seine Firma ...
Handball: Die beiden Präsidenten Giorgio Behr und Martin Laubacher
Giorgio Behr ist ein intelligenter und erfolgreicher Mann. Der Präsident der Kadetten Schaffhausen sah ein «herrliches Spiel». Am Matchtag besuchte er seine Firma «Behr Bircher Cellpack» in Villmergen und kündigt an, den Standort zu verstärken.
«Giorgio Behr ist ein Schweizer Unternehmer, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Universitätsprofessor.» Der Wikipedia-Eintrag des Mannes mit Jahrgang 1948 liest sich sehr gut. Er hat schon vieles im Leben auf die Beine gestellt. Dazu gehört auch die Erfolgsgeschichte der Kadetten Schaffhausen. Giorgio Behr führte das Team an die Spitze der Schweiz – und mischt auch international mit.
Behr: «Es war beste Werbung für den Handball»
In Wohlen verfolgte er die Partie direkt am Spielfeldrand – gemütlich auf einem Stuhl. Er klatsche bei jeder gelungenen Aktion. «Sascha Rudi zeigte sich als starker Torwart. Adrian Studerus ist mir ebenfalls aufgefallen», sagt Behr. Er habe einige tolle Spielszenen gesehen. «Ich applaudiere für Wohlen, sie zeigten ein starkes Spiel.» Der verheiratete Mann und Vater von vier Söhnen sagt weiter: «Am Ende war es beste Werbung für den Handball.» Seine Profispieler haben das Spiel gegen den Erstligisten Wohlen keinesfalls als Pflichtaufgabe gesehen, erst recht nicht als Strafe. «Ich habe mit einigen unserer Spieler gesprochen, sie hatten alle viel Spass. Sie meisterten die Aufgabe diszipliniert und doch mit Spass, so soll es sein.» Vor dem Spiel und in der Halbzeit unterhielt sich Giorgio Behr in der Hofmattenhalle mit Ex-Gemeindeammann Walter Dubler, dem neuen Gemeindeammann Arsène Perroud – und natürlich Handball-Wohlen-Präsident Martin Laubacher. «Ein toller Kerl», sagt Behr über Laubacher. Dieser gibt das Kompliment gleich zurück. Wie sieht die Bilanz des Wohlen-Präsidenten aus? «Es ist gut abgelaufen, wir haben das Ziel erreicht und keine 40 Tore kassiert. Die Stimmung war gut, es gab keine Verletzten und wir sahen schöne Tore auf beiden Seiten.» Vor zwei Jahren im gleichen Duell gegen die Kadetten kamen über 500 Zuschauer in die Halle. Dieses Mal waren es etwas weniger. «Da hatten wir die ganz grosse Euphorie, waren Zweiter in der Meisterschaft und haben an der NLB geschnuppert. Zudem hatten wir unser Jubiläum. Da war die Begeisterung noch etwas grösser», vergleicht er die beiden Highlights. Am Ende ist er sehr zufrieden mit dem neuerlichen Vergleich mit dem NLA-Topteam.
«Herrlicher Typ, dieser Caduff»
Zurück zu Schaff hausen-Präsident Behr. Er nutzte die Partie seiner Kadetten in Wohlen und stattete seiner Firma, der «Behr Bircher Cellpack» in Villmergen, einen Besuch ab. Er traf die wichtigsten Leute im Betrieb, hatte Besprechungen und auch Verhandlungen. Er verrät: «Der Standort Villmergen wird noch weiter verstärkt. Die Aktivitäten werden gesteigert.» Ob dies auch mehr Arbeitsplätze bedeutet, kann er noch nicht sagen. «Reden wir wieder über Sportliche», sagt dann Behr und sagt: «Den Fabio Caduff habe ich auch getroffen in der Halle.» Der frühere Olympia-Boardercrosser war einst ebenfalls Mitarbeiter in der Cellpack. Und der sportbegeisterte Behr unterstützte den Wohler Caduff damals. «Ein herrlicher Typ, dieser Caduff», sagt Behr.
Für ihn sei der Tag in Wohlen und Umgebung «sehr intensiv gewesen – aber auch sehr schön». Den Wohler Handballern geht es ähnlich – einfach dass sie aus dem Schweizer Cup raus sind. --spr/awa
Vorbild Meister
Die Geschichte um Lucas Meister
Vor zwei Jahren kam Lucas Meister mit den Kadetten Schaffhausen schon nach Wohlen. Er zeigte sich als Profi zum Anfassen und hat seit damals eine Fan-Gruppe aus Wohlen.
Lucas Meister, 22 Jahre jung, Kreisläufer der Kadetten Schaff hausen und der Schweizer Nationalmannschaft. Und ein Typ mit einem grossen Herzen.
Vor zwei Jahren spielte er in Wohlen mit seinen Kadetten. Nach dem Spiel gab er Autogramme an Kinder – und hat dann spontan eingeladen an ein Spiel der Kadetten. Seit damals geht nun eine Gruppe von Wohler Handball-Kindern regelmässig an seine Spiele – auch die der Nationalmannschaft. Im Bild mit Lucas Meister sind zu sehen (von links): Timo Regli, Nina Lüthi, Kaya Schneider, Timo Schneider, Geburtstagskind Elisa Annunziata und Jana Regli. «Er nimmt sich jedes Mal Zeit für uns und organisiert die Eintrittstickets», sagt Janine Annunziata-Bernhard, eine Mutter. «Er ist ein genialer Typ und ein grosses Vorbild für die Kinder.» Nach dem neuerlichen Duell hat Lucas Meister ihrer Tochter sein Original-Trikot der letzten Saison geschenkt – weil sie in diesen Tagen Geburtstag hat. Das genialste Geschenk überhaupt. Als Sahnehäubchen durfte sie beim neuerlichen Cup-Duell zwischen Wohlen und den Kadetten mit ihrem Idol ins Spiel einlaufen.
«Goalie warmgeschossen»
Lucas Meister freut sich extrem über diesen Support der Kinder. Zum Spiel in der Hofmatten sagt er: «Vor zwei Jahren waren wir etwas konzentrierter. Diesmal haben wir den Goalie der Wohler so richtig schön warmgeschossen», meinte der Kreisläufer. «Besonders ich», ergänzt er selbstkritisch. Er habe vor zwei Jahren einiges besser gespielt als im Duell 2018. Zum Gegner sagt er: «Wohlen war vor zwei Jahren erfahrener und abgeklärter – ich glaube, sie hatten ein paar Veränderungen.» --spr




