Spannend und stürmisch
24.08.2018 MutschellenWiden: Wechsel im Stiftungsrat Haus Morgenstern
Der Neubau Oase ist fertiggestellt und eingeweiht: Der richtige Zeitpunkt für Felix Irniger und Adrian Ill, den Stiftungsrat zu verlassen. Das Präsidium im Stiftungsrat übernimmt Ralph Huggel.
Mit einem ...
Widen: Wechsel im Stiftungsrat Haus Morgenstern
Der Neubau Oase ist fertiggestellt und eingeweiht: Der richtige Zeitpunkt für Felix Irniger und Adrian Ill, den Stiftungsrat zu verlassen. Das Präsidium im Stiftungsrat übernimmt Ralph Huggel.
Mit einem Festakt und einem Spieltag für Kinder wurde der Erweiterungsbau Oase der Stiftung Haus Morgenstern eingeweiht. Beim Festakt wurden auch die langjährigen Stiftungsräte Felix Irniger und Adrian Ill mit Geschenken und lobenden Worten verabschiedet.
Felix Irniger hat 25 Jahre lang im Stiftungsrat des Hauses Morgenstern mitgearbeitet. «Er hat unser Heim mit Sorgfalt, Präzision und Hartnäckigkeit durch eine bewegte Zeit begleitet», würdigte Stiftungsratsvizepräsident Ralph Huggel die Verdienste Irnigers, der auch im Vorstand des Gönnervereins aktiv ist und dies bleiben wird.
Besonnenheit und Überzeugungskraft
Irniger habe Verantwortung übernommen, verhandelt, erklärt, geworben, unterstützt «und immer wieder auch selber mit angepackt». Irniger habe kaum eine Sitzung des Stiftungsrats verpasst in den 25 Jahren. «Für die geleisteten Dienste können wir ihm nicht genug danken», so Huggel. Von Irniger habe er gelernt, dass man mit den richtigen Argumenten und einer grossen Portion Besonnenheit viele verschlossene Türen öffnen könne.
20 Jahre lang war Adrian Ill im Stiftungsrat tätig. «Als Präsident hat er das Wohnheim in den letzten Jahren äusserst erfolgreich durch spannende und stürmische Zeiten geführt», so Huggel. Die Rolle als Präsiden habe Ill nicht gesucht – aber sie habe zu ihm gepasst. «Strategie, Qualitätsmanagement, Finanzen – Adrian Ill hat viele Talente, und seine Überzeugungskraft hat im Stiftungsrat und im Heim sichtbare und nachhaltige Spuren hinterlassen.» Nicht zuletzt mit dem Bau der «Oase», der heutigen Struktur der Heimleitung, dem Verhältnis zu Behörden, Gönnern und Angehörigen. «Er hat immer klar Position bezogen und die Dinge beim Namen genannt.» Er, Huggel, habe von Ill gelernt, dass dank Beharrlichkeit Lösungen möglich werden, die andere nicht für möglich halten.
Zum Abschied erhielten Felix Irniger und Adrian Ill je ein schönes Bild vom Haus Morgenstern. Neuer Verwaltungsratspräsident wird ab 1. September Ralph Huggel.
Grossandrang bei Besichtigung und Spielparcours
Ebenfalls beschenkt wurden am Festakt letztes Wochenende Stiftungsrat Viktor Stutz, welcher die Baukommission für die «Oase» präsidiert hatte, und Gesamtleiter Hansruedi Luginbühl. Sie erhielten genau so wie Felix Irniger und Adrian Ill einen von den Bewohnern kunstvoll gestalteten Bauhelm. Während beim Festakt die geladenen Gäste sowie die Bewohnerinnen und Bewohner unter sich waren, konnte die Bevölkerung am Folgetag den Neubau besichtigen. Mehrere Hundert Erwachsene aus der Region nutzten die Gelegenheit und schauten sich die Räume an. «Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv», so Gesamtleiter Hansruedi Luginbühl.
Zugleich fand der jährliche Spielparcours für Kinder von vier bis zwölf Jahren statt. Dieses Spielfest ging mit Unterstützung des Kiwanis-Clubs Mutschellen über die Bühne. Dieser Serviceclub hatte vor sieben Jahren den Bau des Spielplatzes auf dem Areal der Stiftung mit 50 000 Franken und viel Fronarbeit ermöglicht. Rund 170 Kinder sowie viele Bewohnerinnen und Bewohner erlebten beim Spielparcours einen unbeschwerten Tag. Bei den diversen Spielen konnten sie ihre Geschicklichkeit, Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit zeigen, vor allem aber viel Spass haben und viel erleben. Natürlich liessen sich die Kinder das Gratiskonzert von Linard Bardill nicht entgehen. Zur Erinnerung erhielten alle Kinder ein T-Shirt.
Behinderte sind Teil der Gesellschaft
«Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder und Erwachsene in einer ungezwungenen Atmosphäre mit geistig behinderten Menschen in Kontakt kommen und erkennen, dass diese ein Teil unserer Gesellschaft sind», sagte Gesamtleiter Hansruedi Luginbühl. Erfreut über die hohe Teilnehmerzahl am Spielparcours zeigte sich Martin Niederberger, Sozialchef des Kiwanis-Clubs Mutschellen. «Das Engagement für benachteiligte Menschen in der eigenen Region steht im Vordergrund», sagte er. --red



