Oberwil-Lieli: Neue Uniform zum 150. Geburtstag der Musikgesellschaft
Blasmusik in ihrer grossen Vielfalt und volkstümlicher Schlager mit Sarah-Jane: Die Musikgesellschaft bot den Gästen zum Jubiläum viel Abwechslung. Mit der neuen Uniform kehrt sie ...
Oberwil-Lieli: Neue Uniform zum 150. Geburtstag der Musikgesellschaft
Blasmusik in ihrer grossen Vielfalt und volkstümlicher Schlager mit Sarah-Jane: Die Musikgesellschaft bot den Gästen zum Jubiläum viel Abwechslung. Mit der neuen Uniform kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück.
Erika Obrist
Viele haben es gewusst, doch niemand hat sich verplappert. So wurde die Frage nach dem Aussehen der neuen Uniform erst am letzten Samstag an der Jubiläumsfeier beantwortet. Die erste Uniform der Musikgesellschaft war in einem satten Dunkelblau gehalten. Es folgte eine Sommeruniform mit einem hellblauen, hemdartigen Oberteil. 1952 gab es eine grüne Uniform, 1986 diejenige im hellen und dunklen Grau mit rotschwarzem Gilet. Und nun? Die neue Uniform besteht aus einer schwarzer Hose, einer königsblauen Jacke mit schwarzem Kragen und Revers sowie mit einem grauschwarzen Gilet. «Dank des Gilets verfügen wir über zwei Uniformen», verkündete Präsident Christian Giger.
Erst die Lampe, jetzt die Uhr
Der Präsentation des neuen Gewands vorausgegangen war ein musikalischer Auftakt der einheimischen Formation und ein Festkonzert des Patenvereins «Harmonie» Berikon. «Seit wann die Patenschaft besteht, weiss niemand mehr», sagte Hansjörg Geissmann, der durch den Abend führte. «Tatsache ist jedoch, dass der Musikverein aus dem Nachbardorf bereits bei der 100-Jahr-Feier und zum vierten Mal in Folge bei einer Neuuniformierung aufgespielt hat.»
Bei der Uniformweihe im Jahr 1986 hatten die Beriker eine Lampe als Geschenk mitgebracht. Diese hängt im Restaurant Tricolore, früher «Metzgerstübli». Zum 150-Jahr-Jubiläum mit Neuuniformierung gab es von der «Harmonie» eine Uhr. Diese soll im Probelokal hängen. «Damit ihr wisst, wann es Zeit ist, ins ‹Metzgerstübli› zu wechseln», wie Präsident André Keusch sagte.
Tolles Miteinander der Vereine
«Unsere Musikgesellschaft befindet sich in einer dynamischen Phase», sagte Gemeindeammann Ilias Läber. Letzten November fand die Fahnenweihe statt – mit ihm als Götti –, im Dezember begann die Zusammenarbeit mit der Zufiker Musikgesellschaft und jetzt die neue Unform. «Die 150-jährige Musikgesellschaft zeigt keine Spur von Altersmüdigkeit», freute sich Läber. Die Gemeinde sei stolz auf diesen wichtigen Traditionsverein. Stolz sei der Gemeinderat auch über die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb der Dorfvereine. Viele von ihnen arbeiteten mit am dreitägigen Dorffest, galt es doch, an die 300 Einsätze abzudecken.
Vereins- und OK-Präsident Christian Giger bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern. Mit gut 70 000 Franken sei das Spendenziel beinahe erreicht worden. Vor gut einem Jahr hätten die Vorbereitungen begonnen; die anderen Dorfvereine hätten die Mithilfe gleich zugesagt. Sogar im OK hätten sie mitgemacht «und uns davor bewahrt, den einen oder anderen Fehler zu begehen», so Giger.
Sarah-Jane sorgte für Stimmung
Abgeschlossen wurde der Jubiläumsabend mit dem Auftritt von Sarah-Jane. Der Sängerin gelang es sehr gut, das Publikum mit ihren Schlagern und volkstümlichen Liedern in Stimmung zu bringen. Es wurde geschunkelt, geklatscht und mitgesungen.
Begonnen hatte das Dorffest am Freitag mit einem tollen Konzert der «Swiss Band». Es hätten noch mehr Leute Platz gehabt unter dem Zelt über dem Pausenplatz, so Giger. Der Samstag war dann sehr gut besucht. Zum Abschluss spendierte die Musikgesellschaft am Sonntag nach dem ökumenischen Gottesdienst der Bevölkerung einen Apéro. Danach traten noch zwei Blasmusikformationen auf, welche die Besucherinnen und Besucher bestens unterhielten.