Grandiose Vorstellungen
14.08.2018 Zufikon«Station» heisst das Programm der Aufführung in Zufikon, «Hotel Biber» dasjenige in Arni. Zusammen geben die beiden Jugendzirkusse rund hundert Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene Zirkusnummern einzustudieren und diese in grossen Zelten zu ...
«Station» heisst das Programm der Aufführung in Zufikon, «Hotel Biber» dasjenige in Arni. Zusammen geben die beiden Jugendzirkusse rund hundert Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene Zirkusnummern einzustudieren und diese in grossen Zelten zu präsentieren. An den beiden Premieren wurde das Publikum Zeuge des hohen Niveaus, das in Arni und Zufikon zum Besten gegeben wird. An beiden Vorstellungen sorgten die vielen Nummern für offene Münder, tolle Unterhaltung und tosenden Applaus. Eindrücklich war der Einsatzwille aller Beteiligten vor und hinter den Kulissen und deren Liebe zum Detail. Weitere Vorstellungen gibt es an beiden Orten bis und mit dem Wochenende von Samstag und Sonntag, 8. und 9. September. --rwi
«Vorhang auf – Manege frei!»
Zufikon: Jugendzirkus Arabas öffnet eine «Station» im Dorf
Der Arabas Cirque Jeunesse lockt ab sofort mit seinem neuen Programm. Die Premiere fand am vergangenen Samstag auf dem angestammten Platz neben dem Restaurant Emaus statt.
Wie in den vergangenen Jahren bedankte sich der Verein mit dieser geschlossenen Veranstaltung bei seinen Ehrenmitgliedern, Veteranen und Gönnern. Mit dem neuen Thema «Station» machten die 46 Artisten und Artistinnen einmal halt in all dem täglichen Stress und Trubel. Ein Zwischenstopp in diesem Wirrwarr, in dem das Leben geradezu dahinsaust. Im Programm richten sie die Lupe auf ganz normale Leute und stellen sie in einfühlsamen Porträts und frechen Karikaturen dar.
Belohnung für harte Arbeit
«Vorhang auf und Manege frei», heisst es nun schon traditionell am Ende der Sommerferien. Ein Jahr lang haben die Beteiligten am neuen Programm gearbeitet und atemberaubende Nummern einstudiert. Die engagierten Kinder und Jugendlichen fieberten geradezu ihren Auftritten entgegen. Seit Monaten probten sie unter der Regie und Anleitung von Colette Orler, mit ihren Trainerinnen und Trainern und sogar in Begleitung von professionellen Artisten. Der Zirkus Arabas ist schon längst erwachsen geworden und präsentiert sich einmal mehr als eine Zirkustruppe, die weit über die Region Zufikon und Bremgarten hinaus von sich reden macht.
Mit Feuereifer dabei
Den Kinderschuhen entwachsen sind schon einige Generationen ehemaliger Artisten. Sie kommen und besuchen die Vorstellungen, staunen, wie die «Kleinen» aus ihren Zeiten nun flügge geworden sind und ihrerseits jetzt als die Grossen und Erfahrenen den anderen Kindern Hilfe und Unterstützung geben. So erging es
auch Delia und Zoe Reinhard. «Wir sind begeistert, was heute alles auf der Bühne geleistet wird. Wir waren vor fünf Jahren auch schon gut, aber jetzt ist es schon deutlich professioneller geworden. Es macht uns stolz und wir freuen uns sehr darüber.» Besonderen Dank gab es in diesem Jahr für Patrick Honegger, der seit Jahren unermüdlich aktiv in Sachen Arabas unterwegs ist. Als Verantwortlicher für die Lichtgestaltung und die Musik, leitet er zudem noch die Arabas-Band, spielt Keyboard, E-Bass und Perkussion und ist auch im Bereich Öffentlichkeit und Marketing aktiv.
Grosses Zelt für Verpflegung
Um das Essen unabhängig vom Wetter geniessen zu können, bietet ein grosses Zelt den Gästen neu viel Platz. Neben Getränken, Süssem und Grilladen hat das Buffet in dieser Saison neu auch Crêpes und Pommes frites im Angebot. So ist für die Gäste die Zeit bis zum Vorstellungsbeginn wie im Flug vorbei und auch danach ist ein Verweilen immer gern gesehen, denn schliesslich kann man dadurch den Verein unterstützen.
Weitere Vorstellungen finden jeweils am Freitag (19.30 Uhr), Samstag (18.30 Uhr) und Sonntag (11 Uhr) bis am 9. September statt. --itr
Rattenproblem gelöst
Arni: Tolle Premiere des Jugend Circus Biber
Am Samstag führte der Jugend Circus Biber in Arni sein neues Programm «Hotel Biber» zum ersten Mal auf. 54 Kinder und Jugendliche sorgten für Staunen und viele Lacher.
Roger Wetli
«Normalerweise ist man etwas skeptisch, wenn an der Hauptprobe das meiste gut läuft. Denn dann könnte an der Premiere einiges schiefgehen», gestand die sichtlich erleichterte Co-Zirkusleiterin Nina Schennach nach der Vorstellung. «Es war aber der Hammer.» Und die andere Leiterin Larissa Kistler ist erstaunt. «Gerade die kleinsten Artisten waren nicht mal nervös vor der Vorstellung.»
Applaus für Crew
Dass nicht die Perfektion im Vordergrund steht, störte während der Vorstellung niemanden. Vielmehr ging es um den Lerneffekt, das Vortragen und das gegenseitige Helfen. Und noch einen anderen Vorteil hatte der eine oder andere Patzer: Die Zuschauer merkten, dass die verschiedenen Nummern tatsächlich sehr anspruchsvoll waren. Gab ein Artist nicht auf und schaffte er es dann beim zweiten oder dritten Versuch, erntete er den grössten Applaus. Ebenfalls immer wieder beklatscht wurde die Bibercrew. Diese baute zwischen den 17 Nummern die Gerätschaften auf und ab. Sie wurde aufgrund des abwechslungsreichen Programms besonders stark gefordert.
Rattenfänger versagen
Bei vielen Nummern zog es die Artistinnen und Artisten in schwindelerregende Höhen. Sei es nur kurzfristig bei Trampolin-Nummern oder länger an Seilen, Stoffbändern, Leitern oder mit einem grossen Rad. Aber auch auf dem Boden begeisterten die Kinder. So entpuppte sich die Diabolo-Nummer mit ihren schrulligen Franzosen zu einem Höhepunkt, bei dem man nie so recht wusste, welches Missgeschick jetzt geplant war. Für Abwechslung sorgten auch die Kostüme, die verschiedenen traditionellen Kleidern unterschiedlicher Länder und Berufe angelehnt waren.
Zusammengehalten wurden die vielen Nummern durch die Rahmengeschichte «Hotel Biber». In dieser Pension gehen Gäste aus der ganzen Welt ein und aus. Leider wurden Ratten gesichtet, was natürlich unterschiedliche Reaktionen auslöst, grundsätzlich aber nicht toleriert werden kann. Das Rezeptionsteam und die beiden Putzfrauen kümmerten sich um das Problem. Dieses wurde durch einen pingeligen amerikanischen Gast zusätzlich verstärkt. Sprüche wie «Wisst ihr, dass man nicht mehr Ratte sagt, sondern Nagetier mit Kanalisationshintergrund» sorgten immer wieder für weitere Unterhaltung. Da die extra angeheuerten Rattenfänger nichts nützten, wurde schliesslich ein unkonventioneller Weg gefunden. Sichtlich zufrieden genossen die Artisten und ihre Crew den grossartigen Schlussapplaus.
«Hotel Biber» wird bis zum 8. September noch acht weitere Mal aufgeführt. Am Samstag, 25. August, findet eine Charity Night statt.








