Widen: Die Präsentation der Ortsbürger anlässlich des Dorffests fand grossen Zuspruch
Einblicke in das alte Widen mit Wort, Bild und Film: Proppenvoll war das Foyer des Gemeindehauses bei der mit viel Liebe zusammengestellten Präsentation der ...
Widen: Die Präsentation der Ortsbürger anlässlich des Dorffests fand grossen Zuspruch
Einblicke in das alte Widen mit Wort, Bild und Film: Proppenvoll war das Foyer des Gemeindehauses bei der mit viel Liebe zusammengestellten Präsentation der Ortsbürger.
Erika Obrist
Interessiert sich überhaupt jemand für die Vergangenheit des Dorfs? Sind die Leute bereit, das Festareal beim Schulhaus zu verlassen und während einer Stunde ins alte Widen einzutauchen? Die bangen Fragen der Ortsbürger, die Dokumente, Fotos und Filme aus längst vergangenen Zeiten zu einer Präsentation zusammengestellt haben, waren rasch beantwortet: Das Foyer des Gemeindehauses war am Freitag und Samstag fast zu klein, um allen Besucherinnen und Besuchern Platz zu bieten.
«Ich bin zwar kein Ortsbürger, aber ein Ureinwohner», sagte Urs Leuenberger eingangs. Der ehemalige Vizeammann und Grossrat lieferte den Ton zu den Bildern und Filmen, die auf den beiden Bildschirmen zu sehen waren. Von seinem Vater wisse er viel über die alten Zeiten, sagte Leuenberger. Einen Teil dieses Wissens gab er den Interessierten weiter. Anhand von alten Karten war zu sehen, dass einst auf dem Hasenberg fast mehr Häuser standen als unten im Dorf. Leuenberger erzählte von den Anfängen der BDB. «Die Bahn und die Strasse über den Mutschellen haben die Entwicklung vorangetrieben.» Der Bauboom setzte in Widen jedoch in den 70er- und 80er-Jahren ein.
Brandstifter nie ermittelt
Als trauriges Kapitel der Dorfgeschichte bezeichnete Leuenberger die Brandserie in den Jahren 1952 bis 1954. Es habe Verdächtige gegeben, auch Verhaftungen, doch der oder die Täter konnten nicht eruiert werden.
«Die Vereine haben das Dorf belebt. Bei Festen waren alle auf den Beinen», so Leuenberger zum Filmausschnitt über die Fahnenweihe der Schützen Anfang der 60er-Jahre. Natürlich gab es auch Darbietungen der Schule. Immer dabei: die Lehrerin, das Fräulein Fischer. Generationen von Kindern hat das Fräulein Fischer das Lesen und Schreiben beigebracht. Selbstverständlich war sie auch zu sehen im Filmausschnitt über den Bau und die Einweihung des Schulhauses 2 im Jahr 1973.
«Das ist doch…»
Das Jahr 1973 ist vor allem den Landwirten und der Feuerwehr als ein besonderes in Erinnerung. Wegen der Trockenheit. Von Bremgarten bis auf den Hasenberg wurden Schläuche verlegt und Wasser aus der Ebene auf den Berg hochgepumpt, um die Felder zu bewässern. Drei Wochen lang.
Je näher zur Gegenwart man kam, desto bekannter wurden die Leute auf den Bildern des Bildschirms. «Das ist doch…», hörte man mehr und mehr aus den Reihen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Blick in die Vergangenheit endete mit Bildern vom neuen Gemeindehaus, in dem die Präsentation stattfand.
Priska Balsiger und Philipp Stutz von der Ortsbürgerkommission war die Freude über den Besucheransturm ins Gesicht geschrieben. Für die Ortsbürgerkommission ist die Arbeit mit der Präsentation noch nicht abgeschlossen: Viele Besucherinnen und Besucher möchten die Präsentation als bleibendes Andenken in digitaler Form. Die Kommission wird wohl zusätzliche Sticks anschaffen müssen.
Übrigens: Ausgewählte Kartenausschnitte und Bilder hängen noch einige Zeit im Gemeindehaus und können angeschaut werden.