Versöhnlicher Saisonabschluss am BL-Kantonalfest in Schönenbuch
Der Schwingklub Freiamt beendete die Saison am Basellandschaftlichen «Kantonalen» in Schönenbuch mit gemischten Gefühlen. Zwar setzte Andreas Döbeli auf Rang 3 nochmals ein Ausrufezeichen, doch ...
Versöhnlicher Saisonabschluss am BL-Kantonalfest in Schönenbuch
Der Schwingklub Freiamt beendete die Saison am Basellandschaftlichen «Kantonalen» in Schönenbuch mit gemischten Gefühlen. Zwar setzte Andreas Döbeli auf Rang 3 nochmals ein Ausrufezeichen, doch der Freiämter Sturm von Anfang Saison hat sich in ein laues Lüftchen verwandelt.
«Der Elan ist erlahmt», gestand der Technische Leiter der Freiämter Sägemehlathleten Josef Reichmuth nach dem letzten Nordwestschweizer Kranzfest ein. Die Ausbeute von einem Kranz widerspiegelte nahe der Grenze zu Frankreich das aktuelle Freiämter Leistungsvermögen. Die vielen Verletzungen führten bei vielen Schwingern zu einem Trainingsmanko, das sich im Kampf um Eichenlaub nicht kaschieren lässt.
Einen fast makellosen Tag erwischte hingegen Andreas Döbeli. Nach einigen unglücklichen Einsätzen in dieser Saison verlief der Wettkampf in Schönenbuch von Beginn weg für ihn. Als Kantonalkranzer erhielt er im Anschwingen die höher eingestuften Roger Erb und Marcel Kropf zugeteilt. Entsprechend agierte er aus der Defensive und hatte mit zwei Konterangriffen in der Schlussphase vollen Erfolg. Bei der Pflichtaufgabe gegen Sascha Streich ging «Res» Döbeli vor der Mittagspause auf Nummer sicher und strebte nicht die Maximalnote an.
Zu wenig Mut
Im vierten Gang riskierte der 20-jährige Sarmenstorfer gegen «Eidgenosse» Christoph Bieri wenig, obwohl dieser seine besten Tage hinter sich hat. So musste sich der Jungspund mit einem Remis und 8,75 Punkten begnügen. Darauf fertigte Andreas Döbeli den späteren Neukranzer Simon Schmutz mit Kurz/Lätz souverän ab. Die Einteilung gegen den Solothurner Altmeister Willi Schillig wie zwei Wochen zuvor am Teilverbandsfest kam für Döbeli gelegen. Mit einem dynamischen Kurzzug und entschlossenem Nachdrücken gelang die Revanche schon in der ersten Minute. «Das ist ein guter Saisonabschluss. Heute passte alles zusammen», freute sich der Sarmenstorfer, der für seinen Effort das Freiberger-Fohlen «Colette» erhielt. Er strahlte beim Rangverlesen mit der Abendsonne: «Das ist mein erster Lebendpreis als Schwinger.»
Froh um Saisonende
Während «Res» Döbeli seinen 17. Saisoneinsatz mit dem 11. Kranzgewinn, dem 5. in diesem Jahr, abschloss, beendeten die weiteren Freiämter das letzte Kranzfest 2018 mit mässigem Erfolg. Lukas Döbeli fehlt nach seiner Knieoperation im Frühling der schwingerische Auf bau. Um den Kranz mangelte es gegen den nicht übermächtigen Simon Stoll entsprechend an der Technik für ein Erfolgserlebnis. Bei Reto Leuthard war nach dem Teilverbandskranz in Basel die Luft draussen. Er blieb wohl in den ersten fünf Gängen unbesiegt, liess aber zu viele Punkte liegen. Entsprechend erhielt er zuletzt den Brocken Roger Erb vorgesetzt, der ihm die Grenzen aufzeigte. Neukranzer Lukas Schwenkfelder gab nach seiner Schulterverletzung ein überraschend frühes Comeback. Aber die Form der ersten Saisonhälfte war dahin, um über einen Mittelfeldplatz hinaus zu kommen. Auch Fabian Winiger liess ein Quäntchen Dynamik vermissen, um bei der Kranzverteilung ein Wörtchen mitzureden.
Christian Roth startete mit zwei Siegen, tauchte dann aber mit vier Niederlagen ab. Gar nur ein Kreuzlein aufs Notenblatt brachte Reto Vogel, während Marco Küng nach drei Niederlagen aufgab. --wr