Allen Grund zum Strahlen
17.08.2018 MutschellenBurkertsmatt: Veranstalter und Organisatoren sind rundum zufrieden
Beste Bedingungen fanden die Sportlerinnen und Sportler beim ersten Laufevent auf dem Mutschellen vor. Die anspruchsvolle Strecke forderte ihnen alles ab.
Erika ...
Burkertsmatt: Veranstalter und Organisatoren sind rundum zufrieden
Beste Bedingungen fanden die Sportlerinnen und Sportler beim ersten Laufevent auf dem Mutschellen vor. Die anspruchsvolle Strecke forderte ihnen alles ab.
Erika Obrist
«Nicht vergessen: Mit einem Lächeln ins Ziel laufen», gab der Speaker immer wieder durch, wenn die Läuferinnen und Läufer die letzten Meter auf der Beletage der Burkertsmatt unter dem Applaus des Publikums hinter sich brachten. Die meisten kamen der Aufforderung nach. Viele jubelten, klatschten mit den Zuschauern ab und feierten. Die 261 Startenden am AKB Run haben den Lauf sichtlich genossen – egal, welcher Rang letztlich herausschaute.
«Ein schöner Lauf»
Mitgemacht beim ersten Laufevent auf dem Mutschellen haben auch viele Hobbysportler aus der Region. «Den Anstieg Richtung Hasenberg habe ich recht gut hinter mich gebracht», sagte Stefan Dürmüller im Ziel. «Abwärts habe ich jedoch so gelitten, dass ich die Zusatzschlaufe rund um die Burkertsmatt nur noch mit grösster Mühe hinter mich bringen konnte», so der Präsident des TSV Berikon. Trotzdem sei es ein sehr schöner Lauf, sagte Dürmüller, als er wieder bei Atem war.
Richtig Spass hatte auch Anita Schertenbleib aus Zufikon. Die Lehrerin an der Kreisschule Mutschellen joggt mittwochs mit gleichgesinnten Jugendlichen und Erwachsenen. «Jetzt haben wir das Training durch ein Rennen ersetzt», sagte sie nach ihrem Zehnkilometerlauf, den sie auf dem zweiten Platz in ihrer Alterskategorie abgeschlossen hat. Auch ihre Kollegen von der Jogginggruppe haben den anforderungsreichen Kurs erfolgreich absolviert. Zur Belohnung gabs im Ziel ein Gruppenfoto.
Unterstützung bis zum Schluss
Zehn Kilometer gelaufen ist auch Willy Zwicky aus Widen. Er nimmt regelmässig an Läufen teil und er war schon Organisator beim ersten Hasenberglauf im Jahr 1983. Diese Veranstaltung ist vor bald zwei Jahrzehnten eingeschlafen. Ob es nun eine Wiedergeburt geben wird, bleibt abzuwarten.
Die Rennen der Kinder und Erwachsenen verfolgten erfreulich viele Zuschauer. Auf der Beletage feuerten sie jeden lautstark an, der dem Ziel entgegenspurtete oder -trabte. Das hat viel zur tollen Stimmung beigetragen vorgestern.
Diese Unterstützung zauberte auch ein Lächeln in die Gesichter der Organisatoren von Leichtathletik (LA) Mutschellen. Sie hatten die Strecke ausgewählt, Verpflegungsstände eingerichtet, den Verkehrsdienst aufgeboten und den Läuferinnen und Läufern beste Bedingungen bereitgestellt. «Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten», freute sich OK-Präsident Ralph Huggel. Das Konzept sei auf 100 bis 300 oder 400 Startende ausgerichtet gewesen. «Wären mehr gekommen, so hätten wir das ganze Start-Ziel-Gelände auf der Beletage überdenken müssen.»
Neuauflage im nächsten Jahr?
Die siebenteilige Laufserie im Aargau mit Abschluss in Olten wird von der Firma Human Sports Management ausgerichtet. Für die Durchführung vor Ort war LA Mutschellen zuständig. «Es war ein toller Auftakt dieser Laufserie», ist sich Ralph Huggel sicher. Die Helferinnen und Helfer seien sehr motiviert gewesen und hätten ihre Sache tipptopp erledigt.
Ob nächstes Jahr auf dem Mutschellen wieder ein Lauf dieser Serie durchgeführt wird, stehe noch nicht fest. «Das wird erst nach dem letzten Anlass in Olten entschieden. Wir möchten aber sehr gern wieder mitmachen», so Huggel. Vor allem für die Kinder sei es schön, daheim ihr Können auf der Laufstrecke zeigen zu können. Von Familie und Freunden angefeuert zu werden.
Trotz des Lobs von allen Seiten: Es gebe noch Verbesserungspotenzial, ist sich Huggel sicher. «Es sind zum Glück nur Kleinigkeiten.» Beispielsweise die Läufer beim Übergang über die Kantonsstrasse besser lenken. «Der Rest ist sehr gut verlaufen.»
Etwas in der Luft hingen die Organisatoren von Leichtathletik Mutschellen mit der Durchführung der ersten Veranstaltung der neuen Laufserie im Aargau. Sie konnten bei keinem anderen Ausrichter Erfahrungen sammeln, einen eigenen Lauf haben sie noch nie organisiert. Aber die Premiere ist tipptopp gelungen. Lob gab es von allen Seiten: vom Sponsor, den Läufern, dem Veranstalter und dem Publikum.
Die Strecke gelobt hat auch Tagessieger David Keller aus Dietikon. Er benötigte für die zehn Kilometer – oder waren es nur 9,5? – lediglich 32 Minuten und 55 Se kunden. Für die tolle Aussicht auf den Uetliberg und den Alpenkamm hatte er zwar keinen Blick, «aber der gewählte Streckenverlauf ist sehr schön». Und schwierig, wie er anfügte. «Ich mag lieber flaches Gelände», fügte er lachend an. Umso schöner sei der Sieg für ihn im coupierten Gelände.
Sogar einen doppelten Sieg eingefahren hat der 13-jährige Felix Seiler aus Berikon. Bei den Knaben U 14 kam er zeitgleich mit Matthias Richner aus Fislisbach ins Ziel. Kaum eine Stunde später ging er in der Juniorenkategorie auf die 10-km-Strecke. Damit er hier überhaupt starten durfte, musste er ein wenig schummeln: Offiziell war er bei diesem Rennen 16 Jahre alt.
Interessierte Zuschauer auf der Beletage waren auch Widens Ammann Peter Spring und Burkertsmatt-Verbandspräsident Marcel Signer aus Rudolfstetten. Beide hatten ihre helle Freude am Event. Selber laufen mochten sie aber nicht. «Bei uns muss immer ein Ball dabei sein», sagte Signer. Bei ihm ein Tennisball, bei Spring ein Golfball. --eob





