Premiere hinter Gittern
17.07.2018 MutschellenBurkertsmatt: Modellflugdrohnenrennen mit den 40 besten Piloten der Schweiz am 21. Juli
Erstmals findet auf dem Mutschellen ein Modellflugdrohnenrennen statt. «Ich freue mich auf viele spannenden Duelle», sagt Raphael Ostermeier aus Berikon, Präsident des ...
Burkertsmatt: Modellflugdrohnenrennen mit den 40 besten Piloten der Schweiz am 21. Juli
Erstmals findet auf dem Mutschellen ein Modellflugdrohnenrennen statt. «Ich freue mich auf viele spannenden Duelle», sagt Raphael Ostermeier aus Berikon, Präsident des organisierenden Vereins FPV Rabbits Mutschellen.
Erika Obrist
Die Crème da la Crème der Schweizer Modellflugdrohnenpiloten gibt sich am Samstag, 21. Juli, auf der Burkertsmatt ein Stelldichein. Auf den beiden kleinen, mit Metallgittern umgebenen Fussballfeldern oberhalb der Sporthalle werden sie alles daran setzen, ihre Fluggeräte möglichst schnell durch den Parcours zu lenken – und dem Publikum eine Sportart vorzustellen, die in der Region noch nicht allzu bekannt ist.
Organisiert wird das Rennen vom Verein FPV (First Person View) Rabbits Mutschellen. «Wir wollen der Allgemeinheit etwas zurückgeben», sagt Vereinspräsident Raphel Ostermeier. «Und der Verein möchte den besten Piloten etwas bieten, gibt es doch nur wenige Rennen in der Schweiz.»
Qualifikationsläufe am Morgen, Finals am Nachmittag
Zugelassen zum Rennen sind 40 Piloten aus allen Regionen der Schweiz. An den Start gehen werden auch an die zehn Mitglieder der Rabbits Mutschellen, darunter Dario Neuenschwander aus Würenlos, seines Zeichens Weltcup-Gesamtsieger und Weltmeister. Um 9 Uhr beginnen die Qualifikationsläufe. Dabei gilt es, den Parcours möglichst schnell zu bewältigen. Jeder Pilot absolviert drei Läufe auf Zeit. Die besten 32 qualifizieren sich für die Achtelfinals, die gegen 16 Uhr beginnen werden. Hier sind vier Modellflugdrohnen gleichzeitig im Parcours. Die besten zwei Piloten kommen eine Runde weiter. «Ich freue mich auf viele spannende Duelle zwischen den Piloten», sagt Ostermeier, der auch für die Organisation des «Rabbit-Race» verantwortlich ist.
Duelle auf dem Bildschirm mitverfolgen
Für das Publikum wird ausserhalb der eingezäunten Fussballfelder ein Festzelt aufgestellt. «So besteht keine Gefahr, dass ein Zuschauer in die Nähe eines Fluggeräts kommt.» Den Wettkampfplatz selber betreten dürfen nur Piloten und Rennverantwortliche.
Auf einem Bildschirm im Zelt können die Besucherinnen und Besucher die Rennen in Echtzeit sehen und die unglaublich schnellen Flugmanöver verfolgen. So kommt auch beim Publikum Rennfieber auf. Mit allem, was dazugehört: Daumen drücken, jubeln und leiden.
Die Modellflugdrohnen, sogenannte Multikopter oder Quadrokopter, werden mit einem Elektromotor angetrieben. Die Rahmen bestehen aus Karbon, die Rotorblätter aus Spezialkunststoff. Die Multikopter sind mit einer Kamera ausgerüstet, welche die Bilder analog auf die Videobrille der Piloten überträgt, die mit der Fernsteuerung die Modellflugdrohne lenken. «Wir müssen noch testen, wie stark der Metallzaun die Übertragung der Bilder beeinflusst», erklärte Ostermeier am letzten Samstag. Je nach Grad der Beeinträchtigung müsse man eine entsprechende Funkantenne einsetzen. Zusammen mit Vereinsmitgliedern und Helfern stellte Ostermeier am letzten Samstag Hindernisse auf dem Wettkampfgelände auf. Auch der Lieferant der Zeitmessung war vor Ort und hat sich die Begebenheiten angeschaut. Vorteilhaft: Es ist ein Vereinsmitglied, das ein solches Zeitmesssystem besitzt und dieses schon an mehreren internationalen Wettkämpfen erfolgreich eingesetzt hat.
Hoffen auf gutes Wetter
Am 21. Juli werden rund acht bis zehn Helferinnen und Helfer dafür besorgt sein, dass das Rennen einwandfrei über die Bühne gehen wird. Ostermeier hofft auf gutes Wetter. «Wir fliegen auch, wenn es leicht regnet oder wenn es windig ist.» Doch wenn der Himmel die Schleusen öffnen sollte, dann fällt das erste Modellflugdrohnenrennen, das in der Region je veranstaltet wurde, ins Wasser.
Qualifikationslauf für die WM
Hoffentlich ist Petrus mit den «Rabbits», dann kann die Drohnenrennenpremiere stattfinden. Auf die vier besten Piloten warten Gutscheine und Sachpreise. Zudem ist das «Rabbit-Race» eines von drei Qualifikationsrennen in der Schweiz für die Weltmeisterschaft in China. Die drei besten Piloten aus den drei Rennen werden die Schweiz an der WM vertreten. Und wer weiss: Vielleicht ist unter den Qualifizierten ja auch ein Mitglied des Mutscheller Vereins.



