Vorletzte Ausgabe
26.06.2018 Kommende EventsOpeneye-Festival am Wochenende
Am kommenden Wochenende findet das 24. Openeye-Festival auf dem Bauernhof von Hans und Marlis Hagenbuch in Oberlunkhofen statt. Geht es nach dem Organisationskomitee, wird es die zweitletzte Ausgabe sein. Nach 25 Jahren und ...
Openeye-Festival am Wochenende
Am kommenden Wochenende findet das 24. Openeye-Festival auf dem Bauernhof von Hans und Marlis Hagenbuch in Oberlunkhofen statt. Geht es nach dem Organisationskomitee, wird es die zweitletzte Ausgabe sein. Nach 25 Jahren und ebensovielen Durchführungen wird das Festival 2019 zum letzten Mal einladen. Vorher kann aber noch zweimal ausgiebig getanzt, gestaunt und genossen werden. --rwi
Zweitletztes Openeye-Festival
Oberlunkhofen: Das 24. Openeye-Festival läutet das Ende ein
Das 24. Openeye-Festival auf dem Bauernhof von Hans und Marlis Hagenbuch wartet am kommenden Wochenende mit einer hochstehenden Bandauswahl auf. Gleichzeitig denkt das Organisationskomitee ans Aufhören.
Roger Wetli
«Das 25. Openeye-Festival wird voraussichtlich das Letzte sein», erklärt David Bürgisser, Presse- und Finanzverantwortlicher. «Entschieden haben wir das nach dem 23. Festival.» Als Grund für diesen Schritt nennt Bürgisser, dass sich die Wohnorte der OK-Mitglieder zunehmend aus der Region verschoben haben. «Es wird immer schwieriger, Sitzungstermine abzumachen. Die Lockerheit geht verloren.» Zudem sei der organisatorische Aufwand des Festivals nicht zu unterschätzen.
Im Tipi schlafen
Kein Grund für das mögliche Ende im nächsten Jahr ist Bauernhof-Besitzer Hans Hagenbuch. «Er hat uns immer verteidigt, hilft aktiv mit und ist sehr gerne dabei», so David Bürgisser. «Auch die Finanzen des Festivals sind in Ordnung.» Das 25. Mal sei eine schöne Zahl, um aufzuhören.
Zuvor werden aber noch zwei Openeye-Festivals durchgeführt. Von fehlender Motivation ist während dem Aufbau für die diesjährige Ausgabe nichts zu spüren. Die jungen Frauen und Männer hämmern, graben, passen Balken an oder kümmern sich um die Dekoration. Seit Samstag arbeiten zehn bis zwanzig Personen an der Festivalvorbereitung. «Um den Zusammenhalt des Teams zu stärken, haben wir ein Tipi aufgebaut», erläutert David Bürgisser. «Obwohl die meisten aus der Region kommen, übernachten wir in diesem Zelt. Abends haben wir jeweils Lagerfeuer-Atmosphäre.» Für den Abbau rechnet er mit drei bis vier Tagen.
Anmeldung bis Freitag
Die 24. Ausgabe bietet Platz für einige Erneuerungen. So sollen neben der Musik auch Worte im Vordergrund stehen. Dazu gibt es am Samstag im Öpfelchäller einen Poetry-Slam-Wettbewerb. «Mit Texten bewerben kann man sich bis am Freitag via Facebook», so Bürgisser. «Die Ausgewählten werden danach über ihre Teilnahme informiert.»
Bereits seit sechs bis sieben Jahren ist das Improvisationstheater aus Bremgarten «Die !mps» Stammgast beim Openeye-Festival. Dabei wird mittels Wortmeldungen aus dem Publikum ein Theater inszeniert. «Die Leute freuen sich sehr darauf», weiss David Bürgisser. «Teilweise locken diese mehr Leute vor die Bühne als die Bands.»
Hohe musikalische Qualität
Sehr wichtig ist in Oberlunkhofen aber auch die Musik. «Wir haben letztes Jahr eine Umfrage gemacht», erklärt Bürgisser. «Dabei wurde klar, dass die Besucher wirklich wegen der Bands kommen. Viele entdecken hier Gruppen, die sie anschliessend weiterhin hören.» Der Anspruch der Veranstalter ist es, viele unbekannte Bands mit hoher musikalischer Qualität zu engagieren. Für jede Bühne ist eine Person verantwortlich. Die anderen OK-Mitglieder dürfen Vorschläge machen. «Ziel ist, ein möglichst vielfältiges Programm zusammenzustellen», so Bürgisser. «Die Bands schlafen bei den OK-Mitgliedern zu Hause, was sehr geschätzt wird.»
In Oberlunkhofen spielen Gruppen aus Ungarn, Frankreich, Irland, Deutschland und Australien. «Zudem hatten wir noch nie so viele Schweizer Bands», weiss Bürgisser. Er freut sich auf die Irish-Punk-Band «Mr. Irish Bastard». «Das wird voll abgehen», schwärmt Bürgisser. Aber auch die elf köpfige Schweizer Reggae-Band wird ein Höhepunkt sein. Wer selber Musik spielen möchte, kann dies auf der Jam-Bühne. «Letztes Jahr spielten da einmal 20 Leute zusammen», erinnert sich Bürgisser.
Gesamtpaket wichtig
Er freut sich auch auf den Kindernachmittag am Samstag. «Wir bereiten verschiedene Spiele vor. Im Öpfelchäller werden Märchen erzählt und man kann Töpfern», schliesst der Pressechef. «Uns ist das Gesamtpaket wichtig.»
Das Programm
Freitag, 29.6., Hauptbühne: 19.15 Uhr Stray Colors, Folk aus Deutschland. 20.30 Uhr, Al-Berto and the Fried Bikinis, Folk aus der Schweiz. 22 Uhr, Moonraisers, Funk aus der Schweiz. 0.15 Uhr, Mr. Irish Bastard, Folk aus Deutschland. – Zeltbühne: 21 Uhr, The Lonely Paupers Featuring Gad Robins, Reggae aus der Schweiz. 23.30 Uhr, Kallidad, Heavy Metal aus Australien. – Öpfelchäller: 21.30 und 23 Uhr, Chakôb, Singer-Songwriter aus der Schweiz. 1 Uhr, Journey to Gaia, DJ-Kollektiv. – Miststockbar: 1.30 Uhr bis tief in die Nacht, DJ Imeon & Rabe. Samstag, 30.6., Hauptbühne: 17 Uhr, Flat, Band X-Gewinner. 18.30 Uhr, Frontal, Schweizer Punk. 20.30 Uhr, Passpartout, Hip-Hop aus Deutschland. 22.30 Uhr, Ubikar, Elektro-Rock aus Frankreich. 0.45 Uhr, Korai Trancemission, Ethno-Trance aus Ungarn. – Zeltbühne: 19.30 Uhr, Die !mps, Theater aus der Schweiz. 21 Uhr, Les Singes, Gypsy aus der Schweiz. 23.30 Uhr, The Led Farmers, Indie Irish Folk aus Irland. 1.30 Uhr, DJ Puta Final Feliz. – Öpfelchäller: 21.45 Uhr, Poetry-Slam. 23.45 Uhr, Disko Queen, Schweizer Singer-Songwriter. 1.45 Uhr, Irubo, DJ-Kollektiv.



