Chregi Hansen über Wohlens Beinahe-Abstieg
Alles redet davon, dass sich der FC Wohlen jetzt nach 16 Jahren aus der zweithöchsten Liga verabschiedet. Dabei sind die Wohler schon früher einmal abgestiegen. Und ich war live dabei.
Es war am ...
Chregi Hansen über Wohlens Beinahe-Abstieg
Alles redet davon, dass sich der FC Wohlen jetzt nach 16 Jahren aus der zweithöchsten Liga verabschiedet. Dabei sind die Wohler schon früher einmal abgestiegen. Und ich war live dabei.
Es war am 26. Mai 2007 um 21.15 Uhr. Der FCW hatte das letzte Spiel der Saison gegen Delémont mit 0:1 verloren. Obwohl hier der 15. gegen den 16. spielte, fieberten über 2000 Zuschauer am Spielfeldrand mit – damals war man im Freiamt noch stolz auf den FC Wohlen. Das Spiel selber präsentierte sich wie so oft in den Niedermatten – wenig berauschend, ein Krampf, ein ständiges Leiden. Ein umstrittener Penalty sorgte für die Entscheidung. Und weil Baulmes gleichzeitig gegen Locarno gewann, war der Abstieg der Freiämter an diesem Abend perfekt. Wie so viele andere hatte ich das Stadion unmittelbar nach dem Schlusspfiff verlassen. Und war schon auf dem Weg zu den Veloständern, als plötzlich gejubelt wurde. Also schnell zurück und nachfragen, was los ist. Es war gar nicht so einfach, sich einen Überblick zu verschaffen, denn alles ging drunter und drüber. Doch dann war klar: Locarno hatte in der Nachspielzeit gegen Baulmes ausgeglichen – und damit die Wohler gerettet. Aus dem traurigen Abstieg wurde innert Sekunden eine Art Aufstiegsfeier. Und statt auf dem Heimweg befand ich mich plötzlich mitten in einer Party. Die kaum noch enden wollte. Einmal mehr bewahrheitete es sich: Die spontanen Feste sind eben immer die schönsten.
Chregi Hansen, Stellvertretender Chefredaktor