Fussball: Peinliche 0:4-Pleite

Sa, 12. Aug. 2017

Der Gegner jubelt. Die Wohler sind am Boden zerstört. Das Aus im Schweizer Cup ist für den FC Wohlen höchstpeinlich. 0:4 (0:2) gehen die Freiämter beim FC Linth aus der 2. Liga interregional unter. «Pure Arroganz und enorme Überheblichkeit», betitelt Trainer Ranko Jakovljevic den Auftritt seiner Mannschaft.

«Ich schäme mich»

Fussball, Schweizer Cup: FC Linth (2. Liga int.) – FC Wohlen (ChL) 4:0 (2:0)

Worte für diese peinliche Niederlage zu finden sind schwierig. «Es ist ein Skandal», sagt Trainer Ranko Jakovljevic. «Sprachlos» ist Wohlen-Captain Alain Schultz. Die Profis des FC Wohlen gehen gegen die Amateure des FC Linth unter und werden bei der 0:4-Pleite teilweise vorgeführt.

«Schultz bringt ja kaum eine gerade Flanke vor das Tor. Es hiess doch, der sei so gut?» – «Dieser Elvedi ist ja wie der Walensee – bewegungslos.» – «Und das sollen Profifussballer sein?» Nach dem 4:0-Sieg gegen den FC Wohlen werden einige Spieler des FC Linth übermütig und witzeln am Spielfeldrand über den Verlierer aus der Challenge League. Gleichzeitig steht der gesamte FC Wohlen im Kreis. Trainer Ranko Jakovljevic spricht zum Team. «Ich schäme mich. Es ist ein Skandal. Heute habe wir überhaupt nichts umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen haben. So eine pure Arroganz und Überheblichkeit musste bestraft werden. Wir haben einfach unterirdisch gespielt.»

Der FC Wohlen ist in der ersten Halbzeit planlos und unmotiviert. Sulejmani hat die einzige Torchance. Sinnbildlich die Szene in der 33. Minute. Plötzlich hat Wohlen eine Überzahlsituation. 3 gegen 1 (!). Doch Sulejmani verspielt den Ball wie ein Schul-Bube. Der direkte Gegenangriff bringt das 1:0 für die Glarner. Und noch vor dem Seitenwechsel erzielt der kleine «Pizzi» vom FC Linth mit einem herrlichen Solo das 2:0. Der junge FC Wohlen-Verteidiger Jan Elvedi wird wohl Albträume haben von «Pizzi». Ein dutzend Mal wird er vom schnellen Amateurkicker regelrecht überrannt.

FCW-Trainer: «Das hat Konsequenzen»

Nach der Halbzeit war eine Reaktion des FC Wohlen gefordert. Doch die fällt verhalten aus. Der FC Wohlen kommt immer wieder über die Aussenpositionen. Viele Flanken und viele Eckbälle sind die Folge. Das Problem: In der Verteidigung des FC Linth stehen gleich vier Spieler, die alle 1.90 m gross sind. Trotzdem: Igor Tadic und Jan Elvedi vergeben gute Tormöglichkeiten. Besser macht es der FC Linth. In der 54. Minute erzielt das Team aus der 2. Liga interregional souverän das 3:0. Kurz vor Schluss folgt das 4:0. Die absolute Demütigung für das Team aus der Challenge League. Beim FC Wohlen herrscht kollektives Versagen. Noch selten war eine Niederlage so peinlich wie diese.

Der Trainer versucht es einzustufen. «Ich gratuliere dem Gegner. Hochverdient gewinnt der FC Linth. Wir hatten fast keine Torchance. Es ist unbeschreiblich. Ich weiss gerade nicht, was hier passiert ist. Die Mannschaft hat den Charaktertest nicht bestanden. Dieses Spiel war nur eine Sache der Einstellung. Und die stimmte absolut nicht. Man darf verlieren. Aber nicht so. Und nicht gegen einen Gegner aus der 2. Liga interregional. Und dann noch mit 0:4», sagt FCW-Trainer Jakovljevic. Auf die letzte Frage, ob diese Niederlage Konsequenzen haben wird, antwortet er: «Ja. Das hat Konsequenzen. Ich weiss nur noch nicht welche.»

Für den FC Wohlen ist der Schweizer Cup in der Saison 2017/18 vorbei. Es folgen «zwei sehr, sehr wichtige Spiele», wie der Trainer sagt. Am nächsten Samstag (19 Uhr) auswärts gegen Aufsteiger Rapperswil-Jona. Und eine Woche später (Sa, 19 Uhr) das Heimspiel gegen Chiasso.

--Stefan Sprenger

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Kommentare

Was ich bis jetzt gelesen habe ist, das bis jetzt immer die Spieler schuld waren bei jeder Niederlage. Es ist immer der Trainer, der die Mannschaft aufstellt und einstellt. Ein Trainer der bis heute noch nie was erreicht hat, sollte zuerst bei sich die Fehler suchen, bevor er andere kritisiert. Letztes Jahr mit FC Aarau U18 abgestiegen.. Er hat gewisse Spieler von AARAU geholt, obwohl wir in Wohlen auch Spieler haben. Und jetzt sollen diese Arrogant sein.. Kein grosser Trainer würde die Mannschaft kritisieren, sondern Intern alles besprechen. Wenn man die Spieler anfängt zu kritisieren, ist dass das Ende eines Trainers...

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