«Wir machen Menschen glücklich»
09.06.2026 Kultur, Wohlen, Kommende Events, Essen und Trinken, MusikSommerbar mit etlichen Höhepunkten
Ab nächsten Donnerstag auf dem Isler-Areal
Donnerstag, Freitag, Samstag. Das sind ab sofort die Abende, die der Sommerbar gehören. Das neue Programm bietet ganz viele kulturelle Höhepunkte und dauert ...
Sommerbar mit etlichen Höhepunkten
Ab nächsten Donnerstag auf dem Isler-Areal
Donnerstag, Freitag, Samstag. Das sind ab sofort die Abende, die der Sommerbar gehören. Das neue Programm bietet ganz viele kulturelle Höhepunkte und dauert bis am 8. August. Ferien kennt das Sommerbar-Team nicht. Im Gegenteil. Die Leute vom Verein für Kultur werden die Gäste bestens betreuen mit Kunst, Ambiente, Musik, Getränken und Foodtrucks.
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Übermorgen Donnerstag startet die Sommerbar – sie ist bis am 8. August geöffnet
Das Isler-Areal mitten im Dorf und die Sommerbar gehören zusammen. Zumindest für knapp acht Wochen. Die Festival-Arena wurde mit grossem Aufwand erstellt und ist bereit für den Start übermorgen Donnerstag. Ganz viele Highlights stehen auf dem Programm.
Daniel Marti
Die Sommerbar soll strahlen, weit über das Isler-Areal und sogar über die Ortsgrenzen hinaus. Die Sommerbar soll ein feiner Treffpunkt sein für Jung und Alt, für Gross und Klein. Sie soll sichtbar sein. Deshalb können die Sommerbar-Macher, die dem Verein für Kultur Wohlen angehören, auf eine neue Attraktion verweisen. Ein Leuchtturm, knapp drei bis vier Meter hoch mit farbigen Leuchten, gilt als neue Sehenswürdigkeit. Letzte Woche wurde er gebaut und gleich getestet. Er ist bereit für die Premiere übermorgen Donnerstag. Wie auch das Organisationsteam, das zwei Wochen lang fast jede freie Minute auf dem Isler-Areal verbrachte. «Wir waren mit dem Aufbau stets gut dran», sagt Matthias Wüthrich, «wir hatten Glück, das Wetter war fast immer gut.» Deshalb steht alles bereit, die Bühne, die Bar, der Festplatz, alle Dekos, die neuen Fassleuchten. «Und dank dem Leuchtturm werden uns alle finden, die uns noch nicht kennen», betont Wüthrich noch.
Eine Oase der Glücklichen
Die Sommerbar startet übermorgen Donnerstag in ihre neunte Saison. Als eine Art Zwischennutzung des Isler-Areals hat die Sommerbar eigentlich Tradition erlangt mitten im Dorf Wohlen. «Wir schauen von Jahr zu Jahr», so Wüthrich, «wir haben ja keine langfristige Zusage.» Trotzdem: 2027 steht das Zehn-Jahr-Jubiläum an, «da schauen wir gerne vorwärts». Die Planung beginnt jeweils früh, oft schon im Herbst, und spätestens im Frühling sollen jeweils die Zusagen für Bands und Kunstschaffende erteilt werden können. Das war heuer so, das sollte auch nächstes Jahr so sein.
Die Zukunft der Sommerbar ist ja eigentlich wacklig, das umstrittene Bauvorhaben der Firma Stach ennet der Bünz und die künftige Nutzung oder Entwicklung des Isler-Areals könnten die Sommerbar in den nächsten Jahren verdrängen. «Wir wollen nicht politisieren», betont Miriam Corboz vom Sommerbar-Team sofort. «Das Isler-Areal ist einfach ein idealer Ort für uns.» Hier im Schatten, in der Nähe einer Baumgruppe sei es im Sommer schnell einmal drei, vier Grad kühler als an zubetonierten Orten. «Die Sommerbar ist halt eine Oase.»
Tolerant und offen
Auch deshalb weist das Festival, das jeweils donnerstags, freitags und samstags die Türen öffnet, beim Publikum eine breite Durchmischung auf.
Bei der Sommerbar kann man immer Leute treffen, auch Alleinstehende finden dort Platz und Anschlussmöglichkeiten. Hier sind immer Begegnungen möglich, hier sind alle – Besucherinnen und Besucher sowie Personen vom Organisationsteam – tolerant und offen. Bei der Sommerbar kann man auch ganz spontan vorbeischauen.
Miriam Corboz fasst den Begegnungsort auf ihre Art zusammen: «Wir machen Menschen glücklich.» Ein wunderbares Versprechen. Das kann Matthias Wüthrich nur bestätigen.
Denn schon der Aufbau macht jeweils Spass. «Das ist immer eine schöne Zeit und ein gemeinsames Erlebnis, auch wenn es ab und zu anstrengend ist.» Das Sommerbar-Team umfasst rund zehn Personen. Und diese Gruppe wird zwei Monate im Einsatz stehen. Und alle fiebern der Premiere vom Donnerstag entgegen. Mit einem Konzert von «Miles Stone & the Minor Keys» aus Baden wird die neue Saison lanciert. Energiegeladene Gitarrenriffs treffen auf melancholische Balladen. Mit ihrem ersten Set kommen «Miles Stone & the Minor Keys» nun endlich auf die Bühne, mit Indie-Pop-Rock, der zum Innehalten und Ausbrechen einlädt, so lautet der Beschrieb (Programm siehe Artikel unten).
Am Freitag und Samstag diese Woche sind dann keine Konzerte in der Sommerbar, denn man will weder die Jazz Night noch das Fest «Begegnung der Kulturen» konkurrenzieren. Auch Spiele der Fussball-WM werden in der Sommerbar nicht gezeigt, da gibt es andere Anbieter. Die Sommerbar ist und bleibt Begegnungs- und Festivalort.
Dreiecksbeziehung funktioniert
Und an diesem speziellen Ort verwöhnen Foodtrucks die Besucherinnen und Besucher. Es gibt eine internationale Küche aus der nahen Gegend. Das klingt verlockend und fein. Und der «Kiosk» mit Leckereien wird von Jungwacht, Blauring und Pfadi betrieben. Weiter werden der Handballclub Wohlen und der Trampolinverein Waltenschwil beim Kiosk im Einsatz stehen. Also, das Sommerbar-Team wird gut unterstützt. Bei den Foodtrucks gibt es inzwischen eine Warteliste. Ob helfende Hände oder unterstützende Vereine, das Sommer-bar-Team ist wahrlich gut aufgestellt. Und gut gerüstet für die kommenden acht Wochen.
«Wir schätzen den unkomplizierten Umgang», sagen Matthias Wüthrich und Miriam Corboz. Dies gilt für die umliegenden Restaurants und für das Verhältnis mit den Nachbarn. Die Dreiecksbeziehung mit Gemeinde, Nachbarn und Sommerbar funktioniert bestens. Auch deshalb wird die Schliessungszeit strikt eingehalten. Um 23.30 Uhr gibt es jeweils die letzte Runde. Um Mitternacht ist jeweils definitiv Schluss. Noch eine wesentliche Änderung: Die Sommerbar hat während zwei Monaten geöffnet, die Sommerbar wird keine Ferien machen. Das ist doch gut für die Gäste.
Zwei Monate voller Abwechslung
Das kulturelle Sommerbar-Programm bis im August
Musikalische oder künstlerische Darbietungen, Poetry Slam, Theater, Konzerte in lauschiger und idyllischer Atmosphäre – das bietet die Sommerbar. Auch wenn dieses Jahr das artistische Bühnenfestival Nousu nicht im Programm steht, wird ganz viel geboten. Nousu sei schon ein besonderer Höhepunkt, sagt Miriam Corboz, «aber es geht halt von der Planung her nicht immer». Aber das Programm sei auch so top. «Wir bieten viele coole Sachen an. Es ist Musik für alle dabei.»
Andrea Bignasca und ein Traum für die Seele
Zudem gibt es spannende Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Gemeindebibliothek, dem Sternensaal und der Ludothek. Der Workshop «Kreatives Schreiben» mit Autorin und Künstlerin Brinda Bose findet am Donnerstag, 18. Juni, 19.30 Uhr, statt. Bei schlechtem Wetter geht es in die Bibliothek. Oder das Kinderkonzert in Kooperation mit dem Sternensaal steigt am Samstag, 20. Juni, 14.30 Uhr. Der Spielabend mit der Ludothek ist am Samstag, 27. Juni, ab 18 Uhr.
Das erste Konzert geht am Eröffnungstag über die Bühne, das zweite am Donnerstag, 25. Juni. Die Band «Tony & The Nightingales» bewegt sich zwischen Neo-Folk und New Americana. Songs in Englisch und in Mundart ergeben ein besonderes Bild. Musik und Text erzählen von Sehnsucht, Nachdenklichkeit und Zuversicht.
Ein Höhepunkt ist der Auftritt von Andrea Bignasca. Der Rocksänger, Gitarrist und Songwriter ist in der Südschweiz geboren und aufgewachsen, in einem italienisch- und deutschsprachigen Umfeld. Er begann 2013 als Solokünstler. Mittlerweile hat er bereits sein viertes Album herausgebracht. Sein Auftritt ist am Donnerstag, 2. Juli. Am Freitag, 10. Juli, verweben «Noorai & Steven» Neo-Soul und Pop zu einem leisen Traum für die Seele. Zwischen Mundart, Englisch, Spanisch und Französisch schimmern Klangfarben wie Licht durch Wolken.
New Yorker mit Wurzeln in der Kanti Wohlen
Am Donnerstag, 30. Juli, kommt es zu einem Heimspiel. Der in New York lebende Pianist und Komponist Hermes Luc kehrt in die Sommerbar und nach Wohlen zurück. Er spielt im Trio mit der Sängerin Nana Kruger und dem Schlagzeuger Leo Michael Bird. Die zwei Musiker und die Musikerin haben sich in New York City kennengelernt, wo sie derzeit leben und gemeinsam an Projekten arbeiten. Sie bringen frische, eigenständige Kompositionen auf die Bühne – Musik, die zwischen Jazz und lyrischer Spielfreude schwebt. Für Hermes Luc ist das Konzert in Wohlen ein besonderes Heimspiel: Als ehemaliger Kantischüler hat er hier in Wohlen seine musikalischen Wurzeln.
Und am Freitag, 7. August, geht es um ein Solo-Projekt von Matthias Flückiger, seines Zeichens Gründungsmitglied der bekannten Aarauer TCB-Rock-’n’-Roll-Band «The Vibes». In krakenhafter Akrobatik präsentiert er seine unverkennbare Mischung aus Elektro und Alternative-Rock.
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