Massnahme statt Strafe

Fr, 05. Jul. 2019

Der 31-jährige Asylbewerber hörte Stimmen und fühlte sich beobachtet und verfolgt. In der Asylunterkunft warf er mit Pflastersteinen auf zwei Mitbewohner. In der psychiatrischen Klinik präsentierte er den Angestellten zweimal seinen Penis, einmal belästigte er eine Angestellte sexuell.

Das Bezirksgericht Bremgarten musste klären, ob der Asylbewerber, der an paranoider Schizophrenie leidet, überhaupt schuldfähig war bei seinen Taten. Beim Angriff auf die Mitbewohner war er das laut Gericht nicht, deshalb gab es hier einen Freispruch.

Für die sexuellen Übergriffe in der Klinik erhielt er eine Geldstrafe. Diese wird aufgeschoben zugunsten einer erst stationären, dann ambulanten Massnahme. Auch erhielt er eine Busse. --eob


Nur zum Teil schuld fähig

Bezirksgericht Bremgarten: Massnahme für…

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