Shalom, Alban

Fr, 14. Dez. 2018
Fotoshooting nach dem Spiel: Die Fans des FC Bnei Sakhnin posieren mit ihrem Star Alban Pnishi (links). Bild: Kobi Eliyahu

Ein Freiämter im Nahen Osten: Zu Besuch bei Profifussballer Alban Pnishi in Israel

Eine kunterbunte Karriere hat Alban Pnishi hingelegt. Im Freiamt geschätzt, im Kosovo verehrt und jetzt auch in Israel ein Star. Die Fans seines Teams FC Bnei Sakhnin nennen ihn «The Wall», die Wand. Diese Zeitung ha…

Ein Freiämter im Nahen Osten: Zu Besuch bei Profifussballer Alban Pnishi in Israel

Eine kunterbunte Karriere hat Alban Pnishi hingelegt. Im Freiamt geschätzt, im Kosovo verehrt und jetzt auch in Israel ein Star. Die Fans seines Teams FC Bnei Sakhnin nennen ihn «The Wall», die Wand. Diese Zeitung hat ihn in Israel besucht.

Es war ein aussergewöhnlicher Wechsel. Alban Pnishi packte im vergangenen Sommer seine Sachen in Bremgarten und ging nach Israel – Frau und Kind nahm er mit. «Wieso geht Pnishi nach Israel?», fragten sich viele. Auch wenn der Schweiz-Kosovare beim FC Bnei Sakhnin einen guten Lohn erhält: Das Geld war nicht ausschlaggebend. Der 28-Jährige suchte ein Abenteuer, wollte durch seinen Job als Profifussballer die Welt entdecken. Der Nahe Osten bietet ihm alles.

Munas Dabbur: «Ich finde ihn speziell super»

«Diesen Menschen muss man einfach gerne haben», sagte der frühere FC-Wohlen-Präsident Andy Wyder über Pnishi. «Ein besonderer Typ, ich finde ihn speziell super», sagt Munas Dabbur, früherer Mitspieler bei GC (und heute bei Red Bull Salzburg). Der Israeli Dabbur war Pnishis erste Ansprechperson vor dem Wechsel. Weil er in hohen Tönen von der Liga, den Menschen und vom FC Bnei Sakhnin sprach, sagte Pnishi «Ja» zum Abenteuer in Israel. Und er bereut seinen Entscheid nicht.

Nun ist Pnishi auch im Nahen Osten ein Sympathieträger. Mit seiner ruhigen und offenen Art machte er sich bereits in der Region viele Freunde. Der Verteidiger aus Bremgarten wurde 2015 mit Vorsprung «Freiämter Sportler des Jahres». Nach der «Sforza-Saison» 2014/15, als der FC Wohlen die Challenge-League-Saison auf dem 3. Rang beendete, startete Pnishi durch. Er wechselte zu den Grasshoppers in die Super League. Und er kriegte ein Aufgebot für die Kosovo-Nationalmannschaft. Dort, wo seine Wurzeln sind, wird er gefeiert wie ein Held. Es gibt im Kosovo ein Dorf namens «Pnishi», wo jedes Kind ein Trikot der Nummer 6 trägt. Ist Alban deswegen abgehoben? Keineswegs. Als man ihn anfragt, ob er sich bei einem Besuch in Israel Zeit nehmen würde, ist er sofort dabei. «Ich freue mich riesig.» Zu Gast bei Alban Pnishi gibt es eine komplexe und gleichzeitig schöne Welt zu entdecken – mit der Schweiz unvergleichbar. Religion und Glaube sind allgegenwärtig. Mittendrin ist der Freiämter Alban Pnishi.

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