Sylvia Seiz, Arni

Do, 03. Dez. 2015

Vor Kurzem läutete am Nachmittag die Glocke der Johanneskirche Arni für Sylvia Seiz, die am 16. Oktober nach schwerer Krankheit verstorben war. Gerade mit diesem Ort, der ökumenischen Kirche und dem Foyer, das auch für kulturelle Zwecke dient, war Sylvia zeitlebens verbunden.
Im Rahmen des ökumenischen Kirchenvereins als Trägerin des vor nunmehr 30 Jahren eingeweihten Raumes hat Sylvia wesentlich mitgewirkt. Auf ihre Initiative hin hängt dort ein wunderschöner, gewobener Wandbehang, gestaltet von Bewohnern der Stiftung Lebenshilfe Reinach. Dies hat sie uns als ihr Andenken hinterlassen und zeugt von ihrem Geist: Gutes tun, mit Gutem.
Unzählige Kinder und viele Erwachsene könnten erzählen, was Frau Seiz ihnen bedeutete und was sie in den Begegnungen mit ihr mitgegeben hat. Generationen von Schülern führte sie in die musikalischen Grundlagen ein. Dies tat sie mit Liebe und Freude, sowohl an der Musik als auch an den Menschen, die ihr anvertraut waren. Beinahe bis zu ihrem Tod, auch über das Pensionsalter hinaus, gab sie zu Hause Flötenunterricht.
Die Begeisterung war spürbar, wenn zum Beispiel die Kinder an der Seniorenweihnacht in einem kleinen Konzert ihr Bestes gaben, um den älteren Menschen Freude zu bereiten. Nicht die Kinder an sich standen im Mittelpunkt, sondern die Freude am Musizieren mit andern und für andere. Sylvia Seiz war eine begnadete Pädagogin mit grossem Herz.
Die Musik hatte einen hohen Stellenwert in ihrem Leben. Ein kleiner Kreis um Sylvia herum musizierte regelmässig in ihrem Flötenensemble. Im Apéro-Chörli war Sylvia mit ihrem musikalischen Können eine Bereicherung und Unterstützung. Und wenn das Vokalensemble Bremgarten, bei dem Sylvia Seiz mitsang, einen Auftritt hatte, war es eine Freude, als Zuhörer dabei zu sein. Als vielseitige Frau mit vielen Interessen und Aktivitäten liebte sie die Natur mit all ihren Facetten und es war ihr ein Anliegen, diese möglichst zu erhalten. Sorgen bereiteten ihr die Lichtverschmutzung, die Auswirkungen von Antennenstrahlung auf die Menschen. Wo sie Möglichkeiten sah, etwas zu bewirken, setzte sie sich dafür ein. So war ihr die Wohnqualität unseres Dorfes einen Artikel in der «Arni-Poscht» wert. Sie regte an, mit der eigenen Einstellung kleine Läden und die Post erhalten zu helfen, nicht zuletzt auch aus Solidarität mit Menschen, die nicht mehr so mobil sind. Sylvia war weltoffen und reiste gerne. Ferne Länder wie Tibet und Burma waren ihr nah, weil sie sich mit den Menschen und den Kulturen dort auseinandersetzte. An ihren Konzerten wurde man auch aufgefordert zum Spenden, um dort Schulen aufzubauen. Ihr Herz hing aber auch am eigenen Land. So liebte sie das Toggenburg, wo sie häufig ihre Ferien verbrachte. Ihre Erfahrungen von nah und fern gab sie gerne weiter. Bei allem Wirken blieb Sylvia Seiz stets bescheiden. Gutes bewirkte sie im Stillen. Hier gab es ein gutes Wort, dort eine freundliche Begegnung mit ihr. Wer sie kannte, könnte noch viel über diesen besonderen Menschen berichten. Wir wünschen ihr, dass sie in Frieden ruhe und dass ihr Wirken in den Herzen vieler weiterlebt.    R.B.


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