Hans Rudolf Huwiler, Muri

Mo, 22. Feb. 2016

Unser Vater wurde am 2. August 1941 im Spital Muri geboren. Zusammen mit Anna und Margrith wuchs er im Herrenweg bei Burkard und Emilie Huwiler-Stöckli auf. Auf dem kleinen Bauernhof erlebte Vater eine strenge und arbeitsreiche Jugend. Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete er zu Hause mit, später auf dem Hof von Verwandten in Reussegg bei Sins.
Anschliessend besuchte Vater die landwirtschaftliche Schule in Muri, welche er mit Erfolg abschloss. In der RS – als Trainsoldat – konnte er mit seinen geliebten Pferden arbeiten. Die Lehr- und Wanderjahre verbrachte er im Zugerbiet auf dem Sonnenhof der Familie Rosenberg, oberhalb von Zug.
In dieser Zeit lernte er auf einer Chilbi unsere Mutter Martha Meier aus Alosen kennen und lieben.
Im Jahr 1964 heiratete das Paar. Noch auf dem Sonnenhof wohnend wurde ihnen im Jahr 1966 Hans und 1967 Eugen geboren. Im Herbst 1968 übernahmen sie den Hof im Herrenweg und im gleichen Jahr wurde Gabi geboren. 1970 folgten Martin und 1971 Vreni. 1972 erlitt die mittlerweile sechsköpfige Familie einen schweren Schicksalsschlag; sie verloren den 2-jährigen Martin bei einem Traktorunfall. Neuen Lebensmut erhielten unsere Eltern mit den Geburten von Sepp, Fredy, Andi und Luzia. Ihr jüngster Sohn Christian kam dann 1982 zur Welt. Die grosse Kinderschar, der Bauernbetrieb und die zusätzliche Vollzeitstelle als Sager und Zimmermann bei der Firma Wipf stellten für Vater eine grosse Herausforderung dar, die er jedoch mit viel Energie annahm und zusammen mit der Familie bewältigte. Auch fand er in Jakob Wipf einen guten und loyalen Arbeitgeber, der ihn immer unterstützt hat.
Unser Vater war Bauer mit Leib und Seele. Die Tiere und seinen Grund und Boden liebte er. Ebenso baute er den Hof weiter aus und konnte die notwendigen Maschinen anschaffen. Ein grosser Schritt und eine grosse Freude bedeutete dann der Einzug in das neu gebaute Haus im Jahr 1977.
Trotz der vielen Arbeit fand er immer Zeit für die Familie und Freunde. Legendär waren – anstelle von Ferien – die Ausfahrten mit dem Töffli. Mit Mutter nach Einsiedeln, von wo sie uns immer Häliböcke nach Hause brachten, oder mit einem der Kinder ins Entlebuch oder in die Innerschweiz. Vater schätzte das Jassen, ein schönes Familienfest, die Fasnacht in Muri oder einen Theaterbesuch in Aristau. Seine grösste Freude war jedoch, wenn er hin und wieder z Berg gehen konnte, natürlich durften auch 3000er nicht fehlen. Mit unserem Vater am Sonntagnachmittag ins Restaurant Linde etwas trinken gehen, er ein Bier und wir ein Orangina, ist eine der frühen Kindheitserinnerungen.
Auch wir Kinder mussten schon früh auf dem Hof mitarbeiten und vielleicht hat es gerade deshalb etliche Leistungssportler, gute Handwerker und kompetente Pflegefachfrauen in der Familie. Ganz sicher haben uns aber die Arbeit und das gemeinsam Erlebte zusammengeschweisst. Denn Vater hatte immer wieder ganz dunkle Zeiten – die Doppelbelastung zehrte an der Seele und an der Gesundheit. Aber immer fand er die Kraft und den Mut, vorwärts zu schauen.
An dieser Stelle sei allen Freunden und Bekannten, welche Vater zeitlebens begleitet und unterstützt haben, gedankt.
Im Jahr 2002 übergab er den Hof an seinen ältesten Sohn Hans und seine Frau Silvia. Ab dieser Zeit arbeitete er in verschiedenen Betrieben in der Umgebung.
Nach oftmals schwierigen Situationen trennten sich unsere Eltern. Dies bedeutete aber für beide auch einen Neubeginn.
Mit Rösli Karli fand Vater in der Folge neues Glück und ein neues Zuhause. 10 Jahre durften sie gemeinsam und glücklich zusammen sein. Rösli begleitete Hans gerne auf die Alpsommer. Die letzten 9 Jahre bewirtschafteten die beiden die Alp Schalenberg im Gantrisch-Gebiet. Sie erlebten strenge, aber schöne und erfolgreiche Alpsommer. Hans fand auch guten Anschluss in Röslis Familie. Im Winter hat er gerne Bäume geschnitten oder andere Arbeiten erledigt. Im Herbst und Winter hatten Rösli und Hans auch Zeit für Reisen ins Ausland.
Im letzten August erhielt Vater die Diagnose einer schweren Erkrankung. Voller Hoffnung ging er die Therapie an, später folgte dann die geplante Operation. Leider traten Komplikationen auf und er verstarb trotz seiner Zuversicht am 5. Januar im Kantonsspital Aarau.
Lieber Vater, lieber Hans, Du warst immer voller Energie und Schaffensdrang. Jetzt bist Du heim zum Schöpfer gegangen und darfst ruhen.

Wir danken Dir für alles.
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