Handball: Josef Zuber vor Spiel gegen Uster

Fr, 21. Apr. 2017

Wohlen und Uster. Die zwei direkten Konkurrenten im Kampf um den 2. Platz in der Finalrunde treffen aufeinander. Gewinnen die Freiämter, sind sie definitiv in den Aufstiegsspielen dabei. Josef «Seppi» Zuber ist am Wohler Höhenflug beteiligt.

«Wohlen hat Aufstiegpotenzial»

«Ich habe gern recht», antwortet Zuber auf die Frage, wieso er gerade Jura studiert. Er entschärft die Aussage, indem er betont, dass ihn Recht und Gesetze interessieren und er es spannend findet, genau zu wissen, was erlaubt ist und was nicht.
Das Studium war einer der Gründe, wieso Zuber auf diese Saison zu seinem Stammverein Wohlen zurückgekehrt ist. Obwohl erst 22 Jahre alt, ist Zuber sehr erfahren. Beim HSC Suhr Aarau spielte er in der Nationalliga A und Nationalliga B. «Ich war ein Jahr im Militär, wo ich nur einmal pro Woche trainieren konnte», sagt Zuber. Bei einer Rückkehr zu Suhr hätte er wieder neun Trainings statt nur eines gehabt. «Ich konnte meinem Körper diese Umstellung nicht zumuten. Ausserdem kam das Studium dazu.»

Zurück zu den Wurzeln
Zuber hatte Kontakt mit Handball-Wohlen-Präsident Martin Laubacher und Spielmacher Andreas Stierli. Gemeinsam kamen sie zum Schluss, dass ein Aufbaujahr in Wohlen die «richtige Lösung für ihn wäre. Nach
einem Jahr könne man dann weiterschauen. Das Jahr ist um und Wohlen hat gute Chancen in die NLB aufzu-steigen. «Momentan denke ich nicht über einen Wechsel nach. Meine Aufmerksamkeit gilt zu 100 Prozent Handball Wohlen», sagt Zuber.
Zuber war knapp fünf Jahre alt, als er in Wohlen mit dem Handballspielen angefangen hat. Es ist sein Stammclub. Er hat eine emotionale Verbindung zum Verein. In der aktuellen Mannschaft fühlt er sich sehr wohl. «Der Teamgeist ist grossartig. Vom ersten Training an waren alle freundlich zu mir und ich wurde perfekt integriert. Die Mannschaftskameraden sind nicht nur Teamkollegen, sondern Freunde fürs Leben.» In dieser Tatsache sieht Zuber auch das Geheimnis für den Wohler Erfolg. «Wir sind eine eingeschworene Truppe. Ausserdem verhält man sich auf dem Feld freier, wenn man richtige Freunde und nicht nur Teamkollegen neben sich hat.» Neben dem Zusammenhalt und der Freundschaft in der Mannschaft sieht Zuber die gute Mischung als Erfolgsfaktor. «Wir haben ältere, routinierte Spieler, die nach wie vor sehr fit sind und junge dynamische Spieler, die eine gewisse Erfahrung mitbringen.»

Ziel: Aufstieg in die NLB
Diese Mischung stimmt Zuber positiv. «Unser Ziel ist es, Uster zu schlagen. Dann wären wir definitiv in den Aufstiegsspielen. Wenn man so weit gekommen ist, will man auch aufsteigen.»
Um diesem Ziel näherzukommen, spielt Zuber auch als Kreisläufer. «Meistens werde ich als Kreisläufer oder Rückraumspieler eingesetzt», so Zuber. «Ich spiele lieber im Rückraum, da man da mehr Freiheiten hat. Aber wenn es dem Team hilft, wenn ich als Kreisläufer spiele, ist das kein Problem für mich.» Diese «Aussage fasst Zubers Charakter gut zusammen. Selber bezeichnet er sich als sehr überlegt, hilfsbereit und als einen Familienmenschen. «Ich denke immer nach, bevor ich etwas mache. Im Handball und privat.» Wenn er neben Training und Studium Zeit hat, unternimmt er gern etwas mit Freunden. «Mein soziales Leben ist mir wichtig.» Er verbringt Zeit mit seiner Freundin und seinen Teamkameraden. «Früher habe ich auch Leichtathletik betrieben und bin geschwommen. Zu meinem Charakter hat aber mehr eine Teamsportart gepasst.» Für sein Studium hat er sich die Universität Bern ausgesucht, da sie ein familiäreres Umfeld bietet als Zürich.
Einen grossen Unterschied sieht er zwischen der Privatperson Josef Zuber und dem Handballer. «Im Handball will ich gewinnen und nehme wenig Rücksicht auf den Gegner.» Deshalb hat Zuber auch keine Angst vor einer Niederlage gegen Uster. In diesem Falle könnte Wohlen am letzten Spieltag trotzdem die Qualifikation für die Aufstiegsspiele klarmachen. «Ich wäre nie so weit gekommen im Sport, wenn ich nicht bis zuletzt an den Erfolg glauben würde.»

Vieles spricht für Wohlen
Würde Zuber in Wohlen bleiben, wenn der Aufstieg verpasst wird? «Ich würde sicher mit Präsident Laubacher sprechen und die Perspektiven anschauen. Es reizt mich, noch einmal NLA oder NLB zu spielen. Es spricht auch bei einem Nichtaufstieg sehr viel für einen Verbleib in Wohlen.» Momentan ist Zuber optimistisch. «Das Team hat das Potenzial, um den Aufstieg zu schaffen. Und wenn wir als Team auftreten, können wir Uster definitiv schlagen.» In Wohlen hofft man, dass Zuber, der gerne recht hat, recht behält.

Josip Lasic

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