Handball: Murianerin in U19-Nati

Fr, 17. Mär. 2017

Die Murianerin Daphne Gautschi ist erst 16 Jahre alt und hat dennoch schon einiges erlebt im Handball. Unter anderem spielt sie im NLA-Team von LK Zug. Mit der U19-EM-Qualifikation in Weissrussland kommt eine weitere Erfahrung dazu.

Das Freiämter Supertalent

«Ein Juwel» wurde sie von der «Zuger Zeitung» genannt und «Das grösste Talent ihres Jahrgangs.» Die Rede ist von der Murianerin Daphne Gautschi. Handballerin in der Nationalliga A bei den Frauen des LK Zug.
Dass Gautschi ein Talent ist, steht ausser Frage. Bereits mit zehn Jahren spielte sie mit der ersten Mannschaft des TV Muri in der 3. Liga. Als sie zwölf Jahre alt war, stieg sie mit dem Team in die 2. Liga auf. Während ihre Altersgenossinnen mit Schule oder Lehre sowie Ausgang beschäftigt sind, reist Gautschi an Spiele im Europapokal oder trainiert. Acht oder neun Trainingseinheiten pro Woche absolviert sie.

Erster Platz für Qualifikation benötigt

Daneben geht sie zur Schule. Sie besucht die Sportkanti in Aarau. So bleibt ihr genug Zeit zum Trainieren. Die Schule dauert allerdings ein Jahr länger als die herkömmliche Kanti. Viel Freizeit bleibt der 16-Jährigen
nicht. «Ich lese gerne und verbringe Zeit mit der Familie», sagt sie über die Gestaltung ihrer knappen Freizeit. «Ich gehe auch mit Kolleginnen weg. Bloss etwas seltener als andere junge Frauen in meinem Alter. Auch wenn ich aktuell Single bin, ich hatte zwei Jahre lang einen Freund. Das ist also auch möglich», ergänzt sie. Mit ihrem dichten Zeitplan hat sie sich arrangiert. «Ich mache Handball so gern, dass es für mich auch zur Freizeit gehört.»
Seit drei Jahren spielt Gautschi beim LK Zug. Letzte Saison war geplant, dass sie vom NLB-Team der Zugerinnen an die NLA-Mannschaft rangeführt wird. «Mehr Spiele in der NLA als in der NLB war der Plan.» Schnell wurde Gautschi fester Bestandteil der NLA-Mannschaft. Schneller vorankommen als ihre Altersgenossinnen prägte die gesamte Karriere der Murianerin. So auch in der Nationalmannschaft. Seit sie zwölf Jahre alt war, gehört sie zu den Nachwuchsnationalmannschaften.
Mit der U19 wird sie in Weissrussland die EM-Qualifikation bestreiten. Dabei ist sie die einzige Spielerin mit dem Jahrgang 2000. Ihre Mannschaftskameradinnen haben alle die Jahrgänge 1998 und 1999.
Vom 16. bis zum 20. März dauert die Qualifikation. Neben Gastgeber Weissrussland wird die Schweiz dort auf Portugal und Georgien treffen. «Wir müssen Erste werden, um uns zu qualifizieren», sagt Gautschi. «Das ist das Ziel. Allerdings können wir unsere Gegnerinnen nicht wirklich einschätzen.»

«Niveau im Ausland unglaublich»

Mit den Nachwuchsnationalmannschaften und dem LK Zug war Gautschi schon oft im Ausland. «Ich staune oft, wie hoch das Niveau dort ist.» Besonderen Eindruck hat ein Turnier in Schweden hinterlassen. «Wir hatten fünf Spiele innerhalb einer Woche. Konnten auch Spiele zwischen anderen Teams beobachten. Das Niveau der Schwedinnen und Däninnen war unglaublich.» Im Ausland gab es auch mal einen Kulturschock. Beispielsweise in Kroatien. «Wir spielten in Zagreb. Das Hotel war eine Stunde von der Hauptstadt entfernt. Eine eher ländliche Gegend. Es war von der Ausstattung schon etwas anderes als in der Schweiz.»
Dass Gautschi so talentiert ist, scheint in den Genen zu liegen. Zum Handball kam sie im Alter von neun Jahren durch ihren jüngeren Bruder. Ihr älterer Bruder Noah Gautschi spielt in der ersten Mannschaft des TV Muri. Ihr Cousin und ihre Cousine sind Severin und Patrizia Ramseier. Patrizia Ramseier spielt bei den Spono Eagles aus Nottwil in der NLA. Severin Ramseier spielte beim TV Suhr, GC Amicitia, BSV Bern Muri und jetzt bei Kriens-Luzern in der NLA. Er ist Nationalspieler. Auch ihr Vater ist handballbegeistert. «Als ich zehn Jahre alt war, sagte er zu mir, ich
müsse zum LK Zug, wenn ich Erfolg haben wolle», sagt Gautschi. Das ist ihr geblieben.
Die Zuger hatten auch ein gutes Angebot. «Zug hatte starke Nachwuchsteams, eine NLB- und eine NLA-Mannschaft. Da sah ich viel Potenzial für eine Entwicklung.» Und entwickelt hat sie sich sehr schnell und sehr gut. «Meine Karriere verlief bis jetzt schnell und sehr gut. Ich hoffe, dass es so weitergeht», so Gautschi.

Josip Lasic

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