«Wir sind sehr zufrieden mit dem Open-Air-Kino 2012, das gute Wetter in der zweiten Hälfte der Spielzeit hat sich positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt», sagt Mitorganisator Pitsch Bachmann. Zudem sei es auffallend gewesen, dass heuer mehr Besucher aus dem Raum Reusstal und Mutschellen nach Wohlen ins Freilichtkino gekommen sind.
Ein allgemeiner Eindruck über die Auswahl der Filme sei schwierig in Worte zu fassen, so Bachmann weiter. «Die Beurteilung der Auswahl ist jeweils bei jedem einzelnen Besucher sehr subjektiv.» Und grundsätzlich gebe die Anzahl der Besucher jeweils die Antwort, «ob die Auswahl richtig oder falsch war».
Eines kann er jedoch klar sagen: «Die vier Schweizer Filme waren durchwegs gut besucht.» Die Vorpremieren und die neuen Filme wie Spiderman, Batman, American Pie seien beim Publikum nicht sehr gefragt gewesen. Und die Tosca-Oper am letzten Kinotag war auch nicht sehr gut besucht.
«Über alles gesehen sind wir mit der Auswahl zufrieden, man lernt jedoch immer wieder dazu», so Bachmann, der sich dieses Jahr zu einem Wagnis hinreissen liess. Gleich fünfmal nahm er den französischen Kassenschlager «Intouchables» ins Programm auf. «Im Schnitt hatten wir 300 Besucher», freut er sich, «und am 8. August hatten wir sogar ausverkauft. Es war also eine gute Entscheidung, den Film fünfmal zu zeigen.»
Der indische Abend war ein Hit
Als sein persönliches Highlight nennt Bachmann den Streifen «Die Kinder vom Napf». 14 Kinder waren mit der Regisseurin Alice Schmid im Wohler Open-Air-Kino. «Während 30 Minuten haben sie die Besucher vor dem Film mit Musik und Geschichten bestens unterhalten und sie wurden mit viel Applaus wieder Richtung Napf verabschiedet», erklärt Bachmann.
«The Best Exotic Marigold Hotel» setzt er an seine zweite Highlight-Stelle. «Da war alles perfekt an jenem Abend, der Film, das indische Buffet von der Kulturbeiz – und wir hatten ausverkauft.» Der indische Abend sei tatsächlich ein Highlight gewesen, bestätigt Corinne Manimanakis, die Chefin des Kino-Beilzli. Katharina Galizia von der Kulturbeiz war als Gastköchin anwesend. «Und die 90 Portionen reichten leider bei Weitem nicht aus», so Manimanakis. Dabei hat sie es mutig gefunden, so viele Portionen zu bestellen. «Mit so einem Ansturm hatten wir nicht gerechnet. Im Nu waren alle Portionen des indischen Essens weg. Unvorstellbar.»
Ähnlich gut war aus der Sicht der Restaurant-Chefin der Streifen «Ice Age 4». Es war «randvoll ausverkauft» und schon vor Filmbeginn waren Snack-Gestell und Glace-Truhe leergeräumt. «Immer wieder aufs Neue kann man sich nicht vorstellen, wie es mit 600 Zuschauern auf dem Platz abgeht», schwärmt sie. Deshalb ging die Beizen-Crew bei Filmbeginn auf Einkaufstour, «sodass bis zur Pause die gewünschten Snacks wieder angeboten werden konnten». Toller Service.
«Familiäre Atmosphäre wird sehr geschätzt»
Grundsätzlich ist Corinne Manimanakis zufrieden mit der Beizli-Saison: «Wir hatten eine gute Saison und sind zufrieden, wie es während der 30 Abende gelaufen ist. In den letzten fünf Jahren konnten wir etwas aufbauen, das macht Freude und gibt Zufriedenheit. Wir haben das Gefühl, die familiäre Atmosphäre wird sehr geschätzt.» Auch bei der Organisation des Restaurants spielen die Faktoren Wetter und Film eine wichtige Rolle. Und es sei manchmal schwierig einzuschätzen, wie gross der Publikumsaufmarsch ist und wie die Wünsche des Publikums sind. «Ist heute eher ein Raclette-Abend oder mehr ein Cüpli-Abend? Läuft ein Schweizer Film, ist das Beizli gefragt.»
Beizli-Zukunft ist noch offen
Trotz positiver Grundstimmung kann Manimanakis noch nicht sagen, wie die Zukunft des Kino-Beizli aussieht. «Eigentlich wollten wir dieses Jahr die Gastronomie abgeben, weil der Aufwand riesig ist», verrät sie. «Zum Glück konnten wir nochmals auf grosse Unterstützung von flexiblen Helferinnen und Helfern zählen.» Ob dies das nächste Jahr nochmals der Fall sei, so Manimanakis, «kann ich jetzt noch nicht sagen». Sie müsse zuerst mit dem Team vertieft Bilanz ziehen und dann gut überlegen, ob sie den «Chrampf» nochmals auf sich nehmen wollen.










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