Der Name Sepp Wunderlin ist untrennbar verbunden mit den «Original Rüebliländer-Musikanten». 1968 trat die Formation erstmals an die Öffentlichkeit und überzeugte mit überraschender, frischer volkstümlicher Blasmusik. Die «Rüebliländer» fanden ihr Publikum sofort. Sie waren bald einmal Stammgast in den Samstagabend-Fernsehsendungen im deutschsprachigen Raum.
Musik, die dem
Publikum gefällt
Vor zwei Jahren meldeten sich Sepp Wunderlin und seine «Rüebliländer-Musikanten» zurück. Es folgten Auftritte an Veranstaltungen, in der Fernsehsendung «Hopp de Bäse» und im KKL Luzern im Rahmen des World Band Festivals.
Dem heute 73-jährigen Sepp Wunderlin war das nicht genug. Der aus Mumpf im Fricktal stammende und seit einigen Jahren in Luzern lebende Dirigent, Komponist, Arrangeur und Organisator gründete Ende 2011 seine Wunderland-Musikanten. Mitinitiant war Emil Erzberger aus Berikon. Diese Amateurformation hat sich wie die «Rüebliländer» der böhmisch-mährischen Musik verschrieben.
«Wir wollen Musik machen, die dem Publikum gefällt», nannte Sepp Wunderlin ein Ziel, das er mit seiner neuen Formation erreichen möchte. «Und ich möchte nochmals etwas schaffen, was einmalig ist.» Wie damals mit den «Rüebliländer-Musikanten».
Internationale Blas- und Volksmusik der Spitzenklasse – das haben sich die Wunderland-Musikanten auf die Fahne geschrieben. Dabei ist der Name Programm. «Wir leben in einem wunderbaren Land», sagt Wunderlin. Und auch die Musik, die vorgetragen wird, soll für die Zuhörenden wunderbar sein.
Am letzten Samstag, im Anschluss an die Probe, gaben die Wunderland-Musikanten in der Gartenwirtschaft des Hotels Stalden ein Mittagskonzert. Kein Stuhl war mehr frei, als die ersten Töne erklangen. Im Publikum auch Peter Krauer, Dirigent der «Original Reusstal Musikanten», die ihr 40-Jahr-Jubiläum begehen. Krauer nickte anerkennend und lobte die Formation unter dem mächtigen Kastanienbaum: «Ein wunderschöner, unverwechselbarer Sound.»
Wunderlins Ziel sind rund dreissig Musikantinnen und Musikanten, die in wechselnder Zusammensetzung auftreten. Beim Konzert letzten Samstag waren drei Musikanten erstmals dabei – niemand hats gemerkt.
«Wir wollen vielfältige Stücke bieten und dem Publikum Freude bereiten», sagt Wunderlin. Nicht nur Polka, auch Walzer, Märsche. Aber stets mit einer eigenen Note. Unverwechselbar Wunderlin eben.
Wunderlin fühlt sich noch fit genug, um mit seinen Musikanten von Auftritt zu Auftritt zu fahren. Er ist sicher, dass sich der Terminkalender der Blaskapelle füllen wird. «Wer gut ist, der ist gefragt.»
Erika Obrist










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Kommentare
Aktive Musikantin
17/07/2012-21:03
Redaktion
18/07/2012-08:40
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